Marijn Dekkers

Bayer-Chef Marijn Dekkers verabschiedet sich mit einem Rekordjahr und einem optimistischen Ausblick für 2016 vom Leverkusener Gesundheits- und Agrarchemiekonzern. - Bild: Bayer

Eine hohe Nachfrage nach den neuen Medikamenten, günstige Wechselkurse und der Milliardenkauf des Geschäfts mit rezeptfreien Mitteln von Merck & Co haben Bayer ein gutes Jahr beschert. Auch im Schlussquartal blieben Umsatz und Ergebnis über den Vorjahreswerten. Die Jahresprognosen wurden erfüllt.

Für 2016 legte das Management die Latte erneut höher. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen inklusive Covestro und wechselkursbereinigt einen Anstieg des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Das würde einem Umsatz von mehr als 47 Milliarden Euro entsprechen. Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft will Bayer ebenfalls im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern. In dieser Annahme ist Covestro für das volle Jahr nur mit 69 Prozent enthalten.

Für den Bereich Life Sciences, also ohne Covestro, plant Bayer 2016 mit einem Umsatz von ca 35 Milliarden Euro, nach pro forma 34,34 Milliarden Euro im Vorjahr. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll sich im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen, nach pro forma 8,607 Milliarden Euro im Vorjahr. In der Planung sind Dissynergien von rund 130 Millionen Euro aus der Verselbständigung von Covestro sowie aus Desinvestitionen berücksichtigt.

Im abgelaufenen Jahr kletterten die Erlöse getragen von Wachstum um gut 12 Prozent auf 46,32 Milliarden Euro. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) machte einen Sprung um 18,2 Prozent auf 10,266 Milliarden Euro. Währungseffekte trugen mit etwa 680 Millionen Euro positiv zum Ergebnis bei. Um etwa 740 Millionen Euro höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belasteten. Unter dem Strich verdiente Bayer mit 4,1 Milliarden Euro 20 Prozent mehr als im Vorjahr.