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Bayer muss bei der geplanten Übernahme des US-Saatgutherstelles Monsanto mit Widerstand von den europäischen Wettbewerbshütern rechnen. - Bild: Bayer

"Das neue Unternehmen hätte ja einen enormen Einfluss auf das Saatgut- und Pestizidgeschäft und auf die Bauern", sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis dem Tagesspiegel.

Ob das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat von Monsanto in der EU weiter eingesetzt werden darf, ist noch offen. Die Entscheidung will Andriukaitis von der Einschätzung der EU-Chemikalienagentur ECHA abhängig machen. Diese soll bewerten, ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht.

"Die Frage ist: Wie wahrscheinlich ist es, dass Glyphosat Krebs erzeugen kann? Ist das eine Frage der öffentlichen Meinung? Kann man das Risiko managen oder nicht?" Seine Aufgabe sei es, "eine Entscheidung auf Basis der Fakten zu fällen", sagte der EU-Kommissar.

Bayer hatte sich Mitte September vergangenen Jahres nach monatelangem Tauziehen mit Monsanto geeinigt. Es ist der größte Zukauf in der mehr als 150-jährigen Firmengeschichte des Leverkusener DAX-Konzerns. Damit Bayer die Übernahme unter Dach und Fach bringen kann, müssen jedoch noch Kartellbehörden rund um den Globus grünes Licht geben.