Monsanto Zentrale

Nach der Ablehnung des verbesserten Bayer-Übernahmeangebots durch Monsanto hat ein Großinvestor die Idee ins Spiel gebracht, den Aktionären des US-Saatgutriesen eine unerbetene Offerte zu unterbreiten. - Bild: Monsanto

Ein solcher Schritt würde als feindlich angesehen werden, könnte aber Druck auf das Monsanto-Management ausüben, Bayer Einblick in die Bücher zu gewähren, sagte Markus Manns von Union Investment dem Wall Street Journal.

Union Investment ist mit einem Anteil von 0,7 Prozent laut Thomson Reuters der vierzehntgrößte Aktionär der Bayer AG.

Der Fondsmanager fügte hinzu, dass ein gemeinsam verhandelter Deal sicherlich die bevorzugte Option sei, weil eine solche Transaktion üblicherweise reibungsloser über die Bühne geht.

Manns ist der Ansicht, dass Bayer über den Spielraum verfügt, sein Angebot für Monsanto auf maximal 135 Dollar je Aktie zu erhöhen. Darüber hinaus würde die Akquisition ein zu großes finanzielles Risiko.

Der Fondsmanager schloss sich nicht der Meinung von Henderson Global Investors an. Der ebenfalls bei Bayer engagierte Investor hatte gefordert, die Aktionäre des Pharmakonzerns über einen Deal entscheiden zu lassen.

Die Akquisition ergebe strategisch Sinn, sagte Manns. Das Bayer-Management könne das den Investoren auch gut erklären.

Monsanto hatte am Dienstag das verbesserte Bayer-Angebot von 125 Dollar je Aktie oder insgesamt 65 Milliarden US-Dollar als unzureichend zurückgewiesen. Die Amerikaner ließen die Tür für Gespräche aber offen. Bayer will den Deal weiterverfolgen.

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