Bayer Agrarchemie

Mit seinem neuen Übernahmeangebot für Monsanto hat Bayer Erfolg. Kaufpreis umgerechnet: rund 60 Milliarden Euro. - Bild: Bayer

Der Chemiekonzern Bayer übernimmt den Saatguthersteller Monsanto. Das teilte der Konzern im Anschluß an eine Aufsichtsratsitzung mit. Das deutsche Unternehmen zahlt 128 Dollar je Aktie, damit wird Monsanto mit 66 Milliarden Dollar bewertet. Die Kartellbehörden müssen dem Mega-Deal noch zustimmen.

Die Transaktion will Bayer mit Fremd- und Eigenkapital finanzieren. Der Eigenkapitalanteil von rund 19 Milliarden Dollar wird voraussichtlich durch eine Bezugsrechtskapitalerhöhung und Pflichtwandelanleihen finanziert. Die Brückenfinanzierung über 57 Milliarden Dollar wurde von BofA Merrill Lynch, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC und JP Morgan garantiert.

Das Unternehmen geht davon aus, dass der hohe Cashflow des zusammengeführten Geschäfts das Finanzprofil von Bayer verbessern wird. Bayer strebt ein Investment-Grade-Rating nach Vollzug der Transaktion an. Das langfristige Ziel eines Kreditratings der "A"-Kategorie bleibe unverändert, hieß es. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2017 erwartet.

Die starke Präsenz in den USA soll mit dem Hauptsitz der weltweiten Saatgutsparte sowie der Nordamerika-Zentrale des Crop-Science-Geschäfts in St. Louis beibehalten werden. Der weltweite Bereich Pflanzenschutz sowie die Division Crop Science insgesamt werden aus Monheim, Deutschland, geführt.

Übernahme bleibt umstritten

Der Leverkusener Konzern übernimmt ein umstrittenes Unternehmen. Unter Kapitalismuskritikern gilt Monsanto als das Symbol für alles, was aus ihrer Sicht schiefläuft im 21. Jahrhundert: genmanipuliertes Essen, Gifteinsatz in der Landwirtschaft, Patente auf Naturprodukte, Gewinnstreben vor Umweltschutz. In Umfragen bezeichnen Menschen Monsanto regelmäßig als einen der meistgefürchteten Konzerne. Der Konzern vertreibt auch den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat.

IT ganz vorne: Die wertvollsten Marken der Welt

  • Intel

    Platz 14: Intel mit einem Markenwert von 35,42 Milliarden US-Dollar. - Bild: Intel

  • Disney

    Platz 13: Disney mit einem Markenwert von 36,51 Milliarden US-Dollar. - Bild: Sam Howzit/Wikipedia

  • Mercedes-Benz

    Platz 12: Mercedes-Benz mit einem Markenwert von 36,71 Milliarden US-Dollar. - Bild: Daimler

  • BMW

    Platz 11: BMW mit einem Markenwert von 37,21 Milliarden US-Dollar. - Bild: BMW Group

  • Amazon

    Platz 10: Amazon mit einem Markenwert von 37,95 Milliarden US-Dollar. - Bild: Amazon

  • McDonald's

    Platz 9: McDonald's mit einem Markenwert von 39,81 Milliarden US-Dollar. - Bild: Kira Nerys/Wikipedia

  • General Electric

    Platz 8: General Electric mit einem Markenwert von 42,27 Milliarden US-Dollar. - Bild: Vivelo Hoy/Onward State

  • Samsung

    Platz 7: Samsung mit einem Markenwert von 45,3 Milliarden US-Dollar. - Bild: Samsung

  • Toyota

    Platz 6: Toyota mit einem Markenwert von 49,05 Milliarden US-Dollar. - Bild: Toyota

  • IBM

    Platz 5: IBM mit einem Markenwert von 65,1 Milliarden US-Dollar. - Bild: IBM

  • Microsoft

    Platz 4: Microsoft mit einem Markenwert von 67,67 Milliarden US-Dollar. - Bild: dpa

  • Coca Cola

    Platz 3: Coca Cola mit einem Markenwert von 78,42 Milliarden US-Dollar. - Bild: Coca Cola

  • Google

    Platz 2: Google mit einem Markenwert von 120,31 Milliarden US-Dollar. - Bild: 9to5Google

  • Apple

    Platz 1: Apple mit einem Markenwert von 179,28 Milliarden US-Dollar. - Bild: Apple