Brexit

Ja, nein, vielleicht? Auch die Briten scheinen nicht wirklich einig zu sein, ob sie nun einen Brexit wollen oder nicht. - Bild: Pixabay

"Austrittsabkommen und politische Erklärung bilden eine solide Basis, um in Zukunft ein geregeltes Verhältnis zwischen EU und Vereinigtem Königreich zu ermöglichen. Aus Sicht der Wirtschaft ist ein Verbleib des Vereinigten Königreiches in Binnenmarkt und Zollunion die beste Lösung", so Lang.

Dagegen verlangte das ifo Institut Nachverhandlungen. "Dies muss geschehen, um zu verhindern, dass der Deal durchfällt. Er muss auch für das Vereinigte Königreich annehmbar sein", sagte der ifo-Außenhandelsexperte Gabriel Felbermayr in München. "Insofern stimmt die Aussage der EU-Kommission nicht, dass der gegenwärtige Stand "der beste Deal und der einzig mögliche Deal" sei."

Ein "harter Brexit" wäre für beide Seiten mit erheblichen Kosten verbunden, auch wenn Großbritannien und Nordirland wirtschaftlich stärker verlieren als die anderen 27 EU-Mitglieder. Es wäre aus deutscher und europäischer Sicht geboten, Großbritannien ein politisches Mitspracherecht in der gemeinsamen Handelspolitik anzubieten.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte: "Mit dem erneuten Verschieben notwendiger Entscheidungen haben die Briten ein No-Deal-Szenario wahrscheinlicher gemacht. Die deutschen Unternehmen tun gut daran, sich konkret auf den ungeregelten Ausstieg Großbritanniens einzustellen." Das Austrittsabkommen und dessen Umsetzung hätte mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft gegeben: "Jetzt stehen die Unternehmen auf beiden Seiten des Ärmelkanals vor dem Scherbenhaufen britischer Orientierungslosigkeit."

Der BDI forderte die Europäische Kommission auf, ihre Notfallpläne so schnell wie möglich vorzulegen. "Dazu gehören einseitige Regelungen, um die chaotischsten Folgen abzuwenden, beispielsweise im Luftverkehr. Brüssel darf keine weitere Zeit verlieren, denn Pläne lassen sich nicht über Nacht umsetzen", so Lang.

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