Dieter Kempf

BDI-Präsident Dieter Kempf möchte nicht länger warten: er möchte die Verhandlungen noch in diesem Jahr abschließen. - Bild: BDI

Das sagte BDI-Präsident Dieter Kempf zu Beginn der 30. EU-Mercosur-Verhandlungsrunde am Montag in Berlin. Die Einigung sei wichtig, da die exportabhängige deutsche Industrie in Lateinamerika zunehmend im Wettbewerb mit Anbietern aus China und den USA stehe.

Modernisierung der eigenen Industrien

„Es ist überfällig, den Handel zwischen beiden Regionen deutlich zu beleben“, unterstrich Kempf. Allein durch den Abbau von Zöllen könnten europäische Unternehmen jährlich über vier Milliarden Euro einsparen. Der Mercosur könne durch Einfuhren von Anlagen und Maschinen aus Europa die eigenen Industrien modernisieren und wettbewerbsfähiger machen.

Das Freihandelsabkommen wird auf den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen, die vom 12. bis 14. November in Porto Alegre stattfinden, eine zentrale Rolle spielen. Brasilien hat gegenwärtig die Mercosur-Präsidentschaft inne und damit eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen.

„Brasilien ist der wichtigste Wirtschaftspartner der deutschen Industrie in Lateinamerika. Wir appellieren an die Regierung in Brasilia, mehr Verantwortung in den Verhandlungen zu übernehmen“, sagte Kempf. Nach rund dreijähriger Rezession wird für dieses Jahr wieder ein Wirtschaftswachstum von etwa einem Prozent und im kommenden Jahr von rund zwei Prozent erwartet.

Mit Material des BDI