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"Ein innovationsfeindliches Klima stellt für die Unternehmen einen großen Hemmschuh dar“, sagt BDI-Vizepräsidentin Ingeborg Neumann. - Bild: Peppermint Holding

Sehen heute noch fast die Hälfte (46 Prozent) der Unternehmen aktuell gute bis sehr gute Geschäftsbedingungen, schaut für das kommende Jahr nur noch ein Drittel (33 Prozent) aller befragten Unternehmen positiv in die Zukunft – ein Minus von 13 Prozentpunkten im direkten Vergleich.

„Die Rahmenbedingungen für industrielle Mittelständler verschlechtern sich zunehmend – nicht nur im Bereich Innovation“, sagte Neumann. „Standorttreue Unternehmen wollen auch in Zukunft hierzulande erfolgreich sein. Sie müssen für aufkommende konjunkturell schwierigere Zeiten wetterfest gemacht werden.“

Götz Klink, Partner bei A.T. Kearney, fasste die Studienergebnisse zusammen: „Schwachstellen offenbaren sich, wenn es um schnelle Produktreife und Markenaufbau geht. Diese Defizite dämpfen derzeit zusätzlich die Innovationskraft des Mittelstands. Gerade mit Blick auf die Herausforderungen der Digitalisierung müssen die Unternehmen dringend darauf hinarbeiten, wettbewerbsfähige Produkte sehr viel schneller aus den Laboren in den Markt zu bringen.“

Ein immer größer werdendes Problem für standorttreue Mittelständler sind die weiter steigenden Energiekosten. 43 Prozent der Mittelständler (plus zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 2015) sehen in teurerer Energie den größten Risikofaktor der nächsten zwölf Monate. Dabei haben sechs von zehn Unternehmen bereits in ihre Energieeffizienz investiert.

Auch der Fachkräftemängel spitzt sich weiter zu. 55 Prozent der Unternehmen (plus acht Prozentpunkte im Vergleich zu 2015) sehen in mangelnden Experten mittlerweile ein großes Risiko.

BDI