Mercedes-Benz Kombi

Mercedes musste beim Absatz Einbußen hinnehmen. - Bild: Daimler

Besonders stark sank der Verkauf von Mercedes-Benz-Autos in Deutschland und den Vereinigten Staaten. Vergleichsweise gut lief es in China - hier zog der Absatz um rund acht Prozent auf knapp 53.000 Autos der Marke Mercedes-Benz an. Allerdings nahm auch hier das Wachstumstempo deutlich ab. Dank der starken ersten fünf Monate beträgt das Mercedes-Benz-Verkaufsplus im bisherigen Jahresverlauf noch 2,3 Prozent auf knapp 1,36 Millionen.

Absatz nach Regionen und Märkten

In Europa konnte Mercedes-Benz im Juli 65.568 Fahrzeuge absetzen (-13,9%). Von der neuen C-Klasse Familie, deren Markteinführung im vergangenen Monat in Europa gestartet ist, verspricht sich die Marke mit dem Stern im Jahresverlauf weitere Absatzimpulse, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Seit Januar lagen die Verkaufszahlen mit 542.358 Einheiten unter dem Niveau des Vorjahres (-3,2%). Auf dem Heimatmarkt Deutschland hat Mercedes-Benz seit Anfang des Jahres insgesamt 173.721 Pkw an Kunden übergeben (-2,7%). Unter anderem in Frankreich, Spanien, Schweden, Polen und Dänemark sind mehr Fahrzeuge mit Stern verkauft worden als je zuvor in den ersten sieben Monaten eines Jahres.

In der Region Asien-Pazifik führte die hohe Nachfrage nach Modellen von Mercedes-Benz im Juli zu einem neuen Bestwert von 73.484 Einheiten (+4,6%). Seit Jahresbeginn konnte ein deutliches Wachstum von 11,4 Prozent verbucht werden. Insgesamt 566.842 Kunden kauften einen Pkw mit Stern – mehr als jemals zuvor in diesem Zeitraum.

Größter Absatzmarkt im vergangenen Monat war China mit 52.616 ausgelieferten Pkw und einem Plus von 8,3 Prozent. Seit Anfang des Jahres wurden dort bereits 392.780 Einheiten verkauft, was einer Steigerung von 15,1 Prozent entspricht. In China erreichte Mercedes-Benz damit per Juli einen neuen Absatzrekord, ebenso wie in Südkorea, Japan, Indien, Malaysia und Thailand.

In der NAFTA-Region wurden im Juli insgesamt 24.884 Fahrzeuge mit Stern an Kunden ausgeliefert (-19,0%). Seit Jahresbeginn beläuft sich der dortige Absatz auf 216.133 Mercedes-Benz Pkw (-3,6%). In den USA setzte die Marke im vergangenen Monat insgesamt 20.034 Einheiten ab (-22,7%). Per Juli lieferte Mercedes-Benz insgesamt 178.882 Fahrzeuge in den USA aus (-4,8%) und behauptete damit weiterhin die Marktführerschaft im Premiumsegment. Dank zweistelliger Wachstumsraten erzielte Mercedes-Benz in Mexiko im und per Juli neue Verkaufsbestwerte.

Verkäufe nach Modellen

Die Verkaufszahlen der S-Klasse Limousine stiegen im vergangenen Monat um 16,5 Prozent auf 4.906 Einheiten. In Deutschland, einem der größten Märkte des Modells, wurde der Absatz verdoppelt, in Japan sogar mehr als vervierfacht. Von Januar bis Juli konnten über 48.000 Einheiten der S-Klasse Limousine verkauft werden (+26,3%). Die Mercedes-Maybach S-Klasse erzielte seit Jahresanfang einen neuen Verkaufsbestwert.

Die C-Klasse Limousine und das T-Modell erzielten im Juli einen weltweiten Absatz von 29.298 Einheiten (-9,9%). Obwohl die Markteinführung der neuen Modelle in der Region Asien-Pazifik erst noch ansteht, kam die C-Klasse bei Kunden in China besonders gut an. Die C-Klasse Limousine und das T-Modell erzielten dort im und per Juli einen neuen Absatzrekord. Besonders beliebt war im Reich der Mitte die Langversion der C-Klasse Limousine.

Bei den SUVs konnte seit Jahresbeginn ein neuer Bestwert erreicht werden. Weltweit wurden insgesamt 484.275 SUVs mit Stern ausgeliefert, ein Plus von 7,7 Prozent. Dazu beigetragen haben vor allem der GLC und das GLC Coupé. Beide Modelle erzielten sowohl im als auch per Juli einen neuen Rekordabsatz.

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Im Fokus der Erprobung stand laut Daimler insbesondere die Erkennung von Schulbussen, Fahrbahnmarkierungen und Geschwindigkeitsschildern. Darüber hinaus wurde das sogenannte Digital Light System erprobt. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Schulbusse sind in den USA ganz besondere Verkehrsteilnehmer. Sobald sie anhalten und die Warnlichter einschalten, muss der Verkehr in unmittelbarer Umgebung stillstehen. Kein Fahrzeug darf vorbeifahren, auch nicht in der Gegenrichtung. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Automatisierte und autonome Fahrzeuge müssen die Schulbusse von allen anderen Fahrzeugen unterscheiden können und erkennen, wenn sie anhalten, um Kinder ein- und aussteigen zu lassen. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Ebenso anspruchsvoll für Kamera- und Radarsysteme ist die Erkennung der separaten Carpool-Fahrspuren, die nur Fahrgemeinschaften ab mindestens zwei Personen nutzen dürfen. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Die sogenannten HOV Lanes (High-Occupancy Vehicle Lane) befinden sich auf mehrspurigen Interstates und Freeways in städtischen Bereichen. Für die Sensorik und die Algorithmen von automatisierten und autonomen Fahrzeugen ist es schwierig, sie als spezielle Fahrspuren zu erkennen und von normalen Spuren oder Ausfahrten zu unterscheiden. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Hinzu kommt, dass sie nicht auf einer bestimmten Fahrspur zu finden sind, sondern links, rechts oder in der Mitte sein können. Auch ihre Markierung ist nicht einheitlich. HOV Lanes können sowohl durch zwei gelbe, durchgezogene Linien als auch durch Metallplanken von den anderen Spuren getrennt sein oder sie sind mit aufgemalten Rauten markiert. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Zukünftige, autonome Fahrzeuge müssen darüber hinaus die Anzahl ihrer Passagiere kennen und wissen, ob sie die Carpool-Spur nutzen dürfen. Denn in Ballungsgebieten gibt es auch HOV Lanes, die nur für Fahrgemeinschaften ab drei (z. B. Los Angeles) oder sogar ab vier Personen (z. B. New York) erlaubt sind. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Eine weitere Herausforderung für Sensorik und Algorithmen von automatisierten Autos stellen die sogenannten Botts‘ Dots dar. Diese Punkte aus Kunststoff oder Keramik werden in vielen US‑Staaten auf Highways anstelle der üblichen Linien zur Fahrspurmarkierung eingesetzt. Automatisierte Systeme müssen sie zweifelsfrei erkennen, um verlässlich zu funktionieren. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Auch die US-Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder sind einzigartig. Sie haben eine völlig andere Form und Größe als in Europa, Australien, Asien und Kanada. Selbst innerhalb der USA kann das Design dieser Schilder variieren. - Bild: Daimler

  • Mercedes, S-Klasse, automatisiertes Fahren

    Zusätzlich zu den landesspezifischen Besonderheiten testete Mercedes-Benz in Kalifornien und Nevada einen Scheinwerfer-Prototypen der innovativen Digital Light Technologie. Das blendfreie Dauerfernlicht in HD-Qualität verfügt über Chips mit mehr als einer Million Mikrospiegeln und damit Pixel pro Scheinwerfer. - Bild: Daimler