Siemens,Joe Kaeser

Siemens habe sich erneut "besser entwickelt als die Märkte", sagt Vorstandschef Joe Kaeser. - Bild: Siemens

Anders als bei Vorlage der Erstquartalszahlen erhöhte der Technologiekonzern seine Prognose nicht erneut, allerdings berücksichtigt sie jetzt jedoch die absehbaren Belastungen aus der Integration des übernommenen Softwarekonzerns Mentor Graphics und bei der gerade vollzogenen Fusion des eigenen Windenergiegeschäfts mit dem spanischen Konzern Gamesa. Siemens bezifferte die zu erwartenden Belastungen mit 30 bis 50 Basispunkten in der Marge und mit 0,40 bis 0,60 Euro beim Ergebnis je Aktie.

Im industriellen Geschäft übertraf Siemens dank Verbesserungen in den acht von neun Konzernbereichen mit 2,5 Milliarden Euro das Ergebnis aus dem Vorjahr um 18 Prozent. Der Konzernumsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 6 Prozent. Unter dem Strich blieben 1,458 Milliarden Euro aus fortgeführtem Geschäft. Trotz milliardenschwerer Großaufträge im Vorjahreszeitraum konnte Siemens auch den Auftragseingang steigern, er stieg um 2 Prozent. Die Book-to-bill-Ratio deutet mit 1,12 Prozent auf starkes künftiges Wachstum hin.

Analysten hatten Siemens nach Daten von Factset im Schnitt 4 Prozent Umsatzwachstum, 2 Prozent mehr Nettogewinn und 4 Prozent rückläufige Auftragseingänge zugetraut.

Der Mitte 2014 eingeleitete Konzernumbau zeigt damit weitere Erfolge. Unter dem Namen "Vision 2020" soll der Konzern auf die Zukunft ausgerichtet. Elektrifizierung, Automatiserung und Digitalisierung lauten die Schlüsselbegriffe. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser sagte, Siemens habe sich erneut "besser entwickelt als die Märkte". Allerdings behalte der Konzern "die operative Leistungsfähigkeit genau im Auge. Es gibt noch viel zu tun."

Besonders gut lief es für Siemens in der Sparte Digital Factory, die eine Marge von 18,2 Prozent ablieferte. Bis auf Process Industries & Drives lagen alle Sparten bei der Marge im Zielband.

Siemens: Die Unternehmensgeschichte in Bildern

  • Mit der Konstruktion des Zeigertelegrafen legt Werner von Siemens 1847 den Grundstein für die heutige Siemens AG. Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich der als „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ in Berlin gegründete Handwerksbetrieb zu einem international operierenden Unternehmen. - Quelle und Bild: Siemens

    Mit der Konstruktion des Zeigertelegrafen legt Werner von Siemens 1847 den Grundstein für die heutige Siemens AG. Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich der als „Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske“ in Berlin gegründete Handwerksbetrieb zu einem international operierenden Unternehmen. - Quelle und Bild: Siemens

  • Werner von Siemens entdeckt 1866 das dynamoelektrische Prinzip und legt so die Basis für den Einsatz der Starkstromtechnik mittels Generator. Bis Ende der 1870er Jahre wird die Maschine soweit verbessert, dass der öffentlichen und privaten Elektifizierung nichts mehr im Wege steht. - Quelle und Bild: Siemens

    Werner von Siemens entdeckt 1866 das dynamoelektrische Prinzip und legt so die Basis für den Einsatz der Starkstromtechnik mittels Generator. Bis Ende der 1870er Jahre wird die Maschine soweit verbessert, dass der öffentlichen und privaten Elektifizierung nichts mehr im Wege steht. - Quelle und Bild: Siemens

  • 1870 nimmt Siemens die erste Indo-Europäische Telegrafenlinie in Betrieb und verkürzt die Übertragung von 30 Tagen auf 28 Minuten. Die Verlegung des ersten direkten Transatlantikkabels, mit dem eigens dafür konstruierten Kabelschiff ’Faraday‘, erfolgt 1874/75 durch die Siemensbrüder. – Quelle und Bild: Siemens

    1870 nimmt Siemens die erste Indo-Europäische Telegrafenlinie in Betrieb und verkürzt die Übertragung von 30 Tagen auf 28 Minuten. Die Verlegung des ersten direkten Transatlantikkabels, mit dem eigens dafür konstruierten Kabelschiff ’Faraday‘, erfolgt 1874/75 durch die Siemensbrüder. – Quelle und Bild: Siemens

  • 1879 präsentiert Siemens die erste elektrische Eisenbahn mit Fremdstromversorgung, weitere Entwicklungen im Bereich Beleuchtungs- und Antriebstechnik folgen. Das Unternehmen Siemens wird zum Inbegriff für Elektrotechnik. - Quelle und Bild Siemens

    1879 präsentiert Siemens die erste elektrische Eisenbahn mit Fremdstromversorgung, weitere Entwicklungen im Bereich Beleuchtungs- und Antriebstechnik folgen. Das Unternehmen Siemens wird zum Inbegriff für Elektrotechnik. - Quelle und Bild Siemens

  • Siemens errichtet 1899 ein Elektrizitätswerk in Peking und baut die erste Straßenbahn Chinas. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer zählt sie damals zu einer der schnellsten Straßenbahnen der Welt. Fünf Jahre später gründet Siemens eine erste ständige Niederlassung in Shanghai. - Quelle und Bild: Siemens

    Siemens errichtet 1899 ein Elektrizitätswerk in Peking und baut die erste Straßenbahn Chinas. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometer zählt sie damals zu einer der schnellsten Straßenbahnen der Welt. Fünf Jahre später gründet Siemens eine erste ständige Niederlassung in Shanghai. - Quelle und Bild: Siemens

  • 1903 fusioniert die Starkstromabteilung von Siemens mit der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Schuckert & Co zur Siemens-Schuckertwerke GmbH. Infolge des Zusammenschlusses nimmt der Elektrokonzern erstmals sowohl im Bereich der Nachrichten-, als auch der Energietechnik eine führende Position ein. - Quelle und Bild: Siemens

    1903 fusioniert die Starkstromabteilung von Siemens mit der Elektrizitäts-Aktiengesellschaft Schuckert & Co zur Siemens-Schuckertwerke GmbH. Infolge des Zusammenschlusses nimmt der Elektrokonzern erstmals sowohl im Bereich der Nachrichten-, als auch der Energietechnik eine führende Position ein. - Quelle und Bild: Siemens

  • Um die Expansion am Traditionsstandort abzusichern, erwirbt Siemens & Halske 1897 ein nahezu unbesiedeltes Gelände nordwestlich von Berlin. Nach und nach werden hier alle betrieblichen Aktivitäten räumlich konzentriert. Zusätzlich errichtet Siemens Werkswohnungen und unterstützt den Aufbau einer kommunalen Infrastruktur. Bis 1914 entsteht ein völlig neuer Stadtteil – die „Siemenssstadt“. - Quelle und Bild: Siemens

    Um die Expansion am Traditionsstandort abzusichern, erwirbt Siemens & Halske 1897 ein nahezu unbesiedeltes Gelände nordwestlich von Berlin. Nach und nach werden hier alle betrieblichen Aktivitäten räumlich konzentriert. Zusätzlich errichtet Siemens Werkswohnungen und unterstützt den Aufbau einer kommunalen Infrastruktur. Bis 1914 entsteht ein völlig neuer Stadtteil – die „Siemenssstadt“. - Quelle und Bild: Siemens

  • Im Jahr 1919 schließen sich die führenden Glühlampenhersteller Deutschlands zur Osram GmbH KG zusammen. Siemens & Halske ist mit 40 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. - Quelle: Siemens - Bild: Curtis James/flickr/CC BY-NC-ND 2.0

    Im Jahr 1919 schließen sich die führenden Glühlampenhersteller Deutschlands zur Osram GmbH KG zusammen. Siemens & Halske ist mit 40 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. - Quelle: Siemens - Bild: Curtis James/flickr/CC BY-NC-ND 2.0

  • Die Elektrifizierung Irlands erfolgt zwischen 1925 und 1930. Die Siemens-Schuckwerke bauen das größte Flusskraftwerk Irlands in der Nähe der Stadt Limerik. Durch dieses Großprojekt stellt Siemens seine internationale  Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis. - Quelle und Bild: Siemens

    Die Elektrifizierung Irlands erfolgt zwischen 1925 und 1930. Die Siemens-Schuckwerke bauen das größte Flusskraftwerk Irlands in der Nähe der Stadt Limerik. Durch dieses Großprojekt stellt Siemens seine internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis. - Quelle und Bild: Siemens

  • 1932 erfolgt die Fusion Siemens mit der Erlanger Firma Reiniger zur Siemens-Reiniger-Werke-AG. Diese entwickelt sich schnell zur größten elektromedizinischen Spezialfirma weltweit. Die ‚Röntgenkugel‘, eine mobile Röntgeneinheit, kommt auf den Markt. Von ihr werden in 40 Jahren insgesamt 40 Tausend zum Ausbau der Elektromedizin produziert. – Quelle und Bild: Siemens

    1932 erfolgt die Fusion Siemens mit der Erlanger Firma Reiniger zur Siemens-Reiniger-Werke-AG. Diese entwickelt sich schnell zur größten elektromedizinischen Spezialfirma weltweit. Die ‚Röntgenkugel‘, eine mobile Röntgeneinheit, kommt auf den Markt. Von ihr werden in 40 Jahren insgesamt 40 Tausend zum Ausbau der Elektromedizin produziert. – Quelle und Bild: Siemens

  • Durch den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel werden ab 1942 verstärkt zivile Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigt. Später werden ebenso Juden,  KZ-Häftlinge sowie Kriegsgefangene zwangsverpflichtet. - Quelle und Bild: Siemens

    Durch den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel werden ab 1942 verstärkt zivile Arbeitskräfte aus dem Ausland beschäftigt. Später werden ebenso Juden, KZ-Häftlinge sowie Kriegsgefangene zwangsverpflichtet. - Quelle und Bild: Siemens

  • Der politische und militärische Zusammenbruch im Mai 1945 stellt die Existenz des Hauses Siemens in Frage: Bei Kriegsende sind die meisten Gebäude und Werksanlagen völlig zerstört. Sämtliche materiellen Vermögenswerte weltweit werden konfisziert und alle Namens- und Patentrechte freigegeben. Der Gesamtverlust beläuft sich auf 2,58 Milliarden Reichsmark – das sind vier Fünftel der Firmensubstanz. - Quelle und Bild: Siemens

    Der politische und militärische Zusammenbruch im Mai 1945 stellt die Existenz des Hauses Siemens in Frage: Bei Kriegsende sind die meisten Gebäude und Werksanlagen völlig zerstört. Sämtliche materiellen Vermögenswerte weltweit werden konfisziert und alle Namens- und Patentrechte freigegeben. Der Gesamtverlust beläuft sich auf 2,58 Milliarden Reichsmark – das sind vier Fünftel der Firmensubstanz. - Quelle und Bild: Siemens

  • Um die Überlebenschancen des Konzerns abzusichern, werden Teile der Unternehmensführung  nach München, Mülheim a. d. Ruhr und Hof verlagert. 1949 wird der Hauptsitz von Siemens & Halske nach München, der der Siemens-Schuckertwerke nach Erlangen verlegt. Berlin bleibt jeweils zweiter Firmensitz. – Quelle und Bild: Siemens

    Um die Überlebenschancen des Konzerns abzusichern, werden Teile der Unternehmensführung nach München, Mülheim a. d. Ruhr und Hof verlagert. 1949 wird der Hauptsitz von Siemens & Halske nach München, der der Siemens-Schuckertwerke nach Erlangen verlegt. Berlin bleibt jeweils zweiter Firmensitz. – Quelle und Bild: Siemens

  • Der deutsche Konzern wird 1951 mit dem Bau des Dampfkraftwerks in San Nicolás, Argentinien beauftragt. Dies ist der Auftakt für die Expansion des Überseegeschäfts, es folgen weitere Großaufträge in Argentinien, Ägypten und Indien. - Quelle und Bild: Siemens

    Der deutsche Konzern wird 1951 mit dem Bau des Dampfkraftwerks in San Nicolás, Argentinien beauftragt. Dies ist der Auftakt für die Expansion des Überseegeschäfts, es folgen weitere Großaufträge in Argentinien, Ägypten und Indien. - Quelle und Bild: Siemens

  • 1966 erfolgt die Gründung der Siemens Aktiengesellschaft. Drei Jahre später gründen die Siemens AG und AEG die Kraftwerk Union (KWU), zunächst sind beide Firmen mit je fünfzig Prozent am Grundkapital beteiligt. 1977 wird die KWU allerdings eine 100-prozentige Siemens-Tochter. - Quelle und Bild: Siemens

    1966 erfolgt die Gründung der Siemens Aktiengesellschaft. Drei Jahre später gründen die Siemens AG und AEG die Kraftwerk Union (KWU), zunächst sind beide Firmen mit je fünfzig Prozent am Grundkapital beteiligt. 1977 wird die KWU allerdings eine 100-prozentige Siemens-Tochter. - Quelle und Bild: Siemens

  • Siemens erklärt 1983 die Entwicklung von Megabit-Speicherchips zum strategischen Unternehmensziel. Ende 1987 werden die ersten 1-MB-Chips produziert. In Kooperation mit internationalen Partnern gelingt es, die Speicherkapazität zu steigern. Diese Chip-Generationen sind die Basis für viele Siemens-Innovationen im Bereich der Kommunikations-, Informations- und Automatisierungstechnik. - Quelle: Siemens - Bild: Schilp/flickr/CC BY-SA 2.0

    Siemens erklärt 1983 die Entwicklung von Megabit-Speicherchips zum strategischen Unternehmensziel. Ende 1987 werden die ersten 1-MB-Chips produziert. In Kooperation mit internationalen Partnern gelingt es, die Speicherkapazität zu steigern. Diese Chip-Generationen sind die Basis für viele Siemens-Innovationen im Bereich der Kommunikations-, Informations- und Automatisierungstechnik. - Quelle: Siemens - Bild: Schilp/flickr/CC BY-SA 2.0

  • Die Notierung an der New Yorker Börse erfolgt im Jahr 2001, durch das veränderte Verhalten der Investoren beschließt das Unternehmen 2014 den Börsenabgang und wickelt fortan den Aktienhandel überwiegend in Deutschland ab. - Quelle: Siemens - Bild: Pixabay

    Die Notierung an der New Yorker Börse erfolgt im Jahr 2001, durch das veränderte Verhalten der Investoren beschließt das Unternehmen 2014 den Börsenabgang und wickelt fortan den Aktienhandel überwiegend in Deutschland ab. - Quelle: Siemens - Bild: Pixabay

  • Ab Herbst 2005 richtet das Unternehmen Strategie und Geschäft konsequent an Trends wie Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung aus. Als Lösung entwickelt Siemens zahlreiche innovative technologische Produkte. - Quelle und Bild: Siemens

    Ab Herbst 2005 richtet das Unternehmen Strategie und Geschäft konsequent an Trends wie Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung aus. Als Lösung entwickelt Siemens zahlreiche innovative technologische Produkte. - Quelle und Bild: Siemens

  • Mit dem Ziel, für das Unternehmen attraktive Wachstumsmärkte zu besetzen, leitet Siemens 2014 die Übernahme des US-amerikanischen Maschinenbauunternehmens Dresser-Rand ein. Die Akquisition ist im Sommer 2015 abgeschlossen. Mit der Übernahme erweitert der Elektrokonzern sein Produktportfolio für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie für die dezentrale Energieerzeugung. - Quelle und Bild: Siemens

    Mit dem Ziel, für das Unternehmen attraktive Wachstumsmärkte zu besetzen, leitet Siemens 2014 die Übernahme des US-amerikanischen Maschinenbauunternehmens Dresser-Rand ein. Die Akquisition ist im Sommer 2015 abgeschlossen. Mit der Übernahme erweitert der Elektrokonzern sein Produktportfolio für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie für die dezentrale Energieerzeugung. - Quelle und Bild: Siemens