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Bosch wird in einer Klageschrift der US-Kanzlei Lieff und Kollegen vorgeworfen, stets die Kontrolle über die Manipulationssoftware in den VW-Fahrzeugen gehabt zu haben. - Bild: Bosch

Der deutsche Konzern Bosch hatte offenbar mehr Einfluss auf die Motorsteuerungssoftware, die bei Volkswagen manipulativ eingesetzt wurde, als bisher bekannt. Das berichten SZ, WDR und NDR.

Demnach hatte Bosch mit Volkwagen vereinbart, dass nur der Stuttgarter Konzern die Software verändern darf. Damit ergibt sich eine neue Situation, denn bisher hatte Bosch erklärt, dass man nur die Steuerung entwickelt habe, nicht jedoch für das Systems als ganzes und somit für die Manipulation verantwortlich sei.

In einer Klageschrift der Kanzlei Lieff und Kollegen aus San Francisco, die der SZ vorliegt, heißt es, dass Bosch von VW ausdrücklich verlangt habe, von jeglicher Haftung freigestellt zu werden. Die Stuttgarter hätten gewusst, eine derartige Software, die eine Manipluation des Abgastests in den USA ermögliche, sei in den USA verboten. Diesen Haftungsausschluss hätte VW damals nicht unterschrieben.

Bosch reagiert auf die Details in der Klageschrift mit einem Brief an die Mitarbeiter, in denen diese auf weitere Berichte über das Unternehmen vorbereitet werden. Bosch teilte mit, man nehme "die Vorwürfe sehr ernst, aber man könne nichts dazu ausführen, da man sich grundsätzlich nicht zu laufenden juristischen Streitigkeiten äußere.