Bilfinger

Bilfinger hat das Auftaktquartal wie erwartet mit einem Verlust abgeschlossen. - Bild: Bilfinger

In einem schwierigen Umfeld habe sich das Geschäft erwartungsgemäß entwickelt, erklärte das Unternehmen. Der Auftragseingang deutet auf weiter rückläufige Geschäfte hin.

Bilfinger verbuchte in den ersten drei Monaten ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBITA) von -14 Millionen Euro und einen Rückgang der Leistung um 8 Prozent auf 958 Millionen Euro. Die bereinigte EBITA-Marge ging um 0,1 Prozentpunkte auf -1,5 Prozent zurück. Unter dem Strich blieb ein Fehlbetrag von 55 Millionen Euro, der aber knapp ein Drittel unter dem des Vorjahres lag. Analysten hatten mit 11 Prozent Umsatzrückgang gerechnet. Das bereinigte EBITA und die Marge hatten sie in dieser Höhe erwartet.

Der krisengeschüttelte Konzern hat sich zuletzt organisatorisch und strategisch neu ausgerichtet. "Mit der Stabilisierung kommen wir gut voran: Wir bündeln zum Beispiel unsere Stärken bereits effektiver", sagte Vorstandschef Tom Blades, der Bilfinger im Februar eine Umstrukturierung verordnet hatte.

Die bisherige Aufteilung in Industrie- und Energiegeschäft wurde zugunsten der Geschäftsbereiche Engineering & Technologies (E&T) sowie Maintenance, Modifications & Operations (MMO) aufgegeben. Erstere kümmert sich um den Bau und die Erweiterung von Industrieanlagen, letztere um Instandhaltung und Betrieb solcher Anlagen.

Erste Erfolge seien bereits sichtbar: So würden Projekte mit höheren Risiken sehr selektiv angegangen. Vertriebs- und Verwaltungskosten seien bereits reduziert worden.

Der Auftragseingang ging um 8 Prozent zurück und fiel mit 928 Millionen Euro geringer aus, als die Leistung. Auch der Auftragsbestand gab um 10 Prozent nach. Nach wie vor negativ ist der bereinigte operative Cashflow. Mit -13 Millionen Euro verbessert er sich jedoch deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-88 Millionen Euro).

Prognose bestätigt

Bilfinger bestätigte die Prognose. Bei der Leistung wird ein organischer Rückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Marge auf das bereinigte EBITA soll dagegen um rund 100 Basispunkte höher ausfallen als 2016. Für das vergangene Jahre hatte der Konzern eine Marge von 0,4 Prozent berichtet.

Bilfinger hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchgemacht und sich dabei von seinem angestammten Baugeschäft getrennt. Weitere Teile des Geschäfts stehen zur Disposition.