Operative Verluste sowie Restrukturierungskosten der Sparte beliefen sich auf 100 Millionen Euro.  -

Operative Verluste sowie Restrukturierungskosten der Sparte beliefen sich auf 100 Millionen Euro. - Bild: Bilfinger

Der Dienstleister Bilfinger schreibt auf sein zum Verkauf stehendes Geschäftsfeld Power im ersten Halbjahr 330 Millionen Euro ab. Operative Verluste sowie Restrukturierungskosten der Sparte beliefen sich auf 100 Millionen Euro.

Der Konzern wies daher im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 423 Millionen Euro aus, nach einem Gewinn von 47 Millionen Euro im Vorjahr.

Im Juni hatte Bilfinger wegen des anhaltend schwachen Power-Geschäfts vor einem deutlichen Konzernverlust für das Halbjahr gewarnt und die Sparte zum Verkauf gestellt. In den Halbjahreszahlen wird der Bereich daher als nicht fortzuführendes Geschäft nur noch im Nettoergebnis ausgewiesen. Im fortgeführten Geschäft und bereinigt um Sonderfaktoren betrug der Konzerngewinn 31 Millionen Euro, 23 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das bereinigte EBITA sank im zweiten Quartal leicht um 5 Prozent auf 53 Millionen Euro. Die Leistung stieg hingegen um 7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Dabei entwickelt sich das Geschäftsfeld Building and Facility weiterhin positiv. Die Sparte Industrial leidet weiterhin unter den Auswirkungen des niedrigen Ölpreises sowie der geringen Nachfrage im Kraftwerkssektor.

Für das laufende Jahr erwartet Bilfinger für die fortzuführenden Aktivitäten eine Leistung auf Vorjahresniveau von rund 6,2 Milliarden Euro, wobei der Konzern bei seiner Sparte Industriedienstleistungen von einem deutlichen Rückgang auf 3,4 Milliarden Euro ausgeht. Das bereinigte EBITA soll zwischen 150 und 170 Millionen Euro liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr als 262 Millionen Euro erreicht wurden. Hintergrund sind auch hier die Schwierigkeiten bei Industrial.

Wegen der Belastungen durch Power erwartet Bilfinger wie bereits bekannt einen deutlichen Nettoverlust, wovon jedoch ein Großteil nicht zahlungswirksam ist.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht