Der Baudienstleister Bilfinger zieht bei seinem darbenden Geschäftsfeld Power die Reißleine. Wie

Der Baudienstleister Bilfinger zieht bei seinem darbenden Geschäftsfeld Power die Reißleine. Wie das Unternehmen mitteilte, soll das Kraftwerksgeschäft verkauft werden. - Bild: Bilfinger

Der Baudienstleister Bilfinger zieht bei seinem darbenden Geschäftsfeld Power die Reißleine. Wie das Unternehmen mitteilte, soll das Kraftwerksgeschäft verkauft werden.

Der MDAX-Konzern, der im April eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr ausgegeben hatte, will sich künftig auf das Geschäft mit Kunden im Industrie- und Immobiliensektor konzentrieren. Für das erste Halbjahr kündigte das Unternehmen erhebliche Abschreibungen an

Für das Geschäftsfeld Power werde ein “strukturierter Verkaufsprozess” gestartet, der innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden soll. Power hat 2014 mit 11.000 Mitarbeitern eine Leistung von 1,45 Milliarden Euro erbracht. Im Halbjahresbericht, der im August veröffentlicht wird, werde Power bereits als “nicht fortzuführende Aktivität” geführt werden.

Für den Bereich erwartet Bilfinger nach einer neuerlichen Prüfung nun im laufenden Geschäftsjahr einen bereinigten EBITA-Verlust von bis zu 100 Millionen Euro, wovon sich ein Großteil im ersten Halbjahr niederschlagen werde. Im Vorjahr hatte das EBITA 8 Millionen Euro betragen. Zudem stehe eine “erhebliche außerplanmäßige Wertminderung auf die Geschäfts- und Firmenwerte” an. Darüber hinaus werden Einmalaufwendungen zur Senkung der Fixkosten anfallen.

In den übrigbleibenden Bereichen Industrial sowie Building and Facility erwartet der Konzern im ersten Halbjahr ein bereinigtes EBITA im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach 87 Millionen im Vorjahr.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht