Der neue Chef des Industriedienstleisters Bilfinger, Per Utnegaard, schließt weitere Verkäufe

Der neue Chef des Industriedienstleisters Bilfinger, Per Utnegaard, schließt weitere Verkäufe neben der Kraftwerkssparte nicht aus. - Bild: Bilfinger

Der neue Chef des Industriedienstleisters Bilfinger, Per Utnegaard, schließt weitere Verkäufe neben der Kraftwerkssparte nicht aus.

Derzeit würden alle Bereiche überprüft, sagte der seit Juni amtierende Vorstandsvorsitzende in einer Telefonkonferenz. Dazu gehöre auch der Bereich Wassertechnologie. Eine Entscheidung über weitere Verkäufe sei jedoch noch nicht gefallen.

Zuletzt war spekuliert worden, dass sich Bilfinger auch von der Wassertechnologie trennen könnte. Analysten hatten zudem den Bereich Industrial Fabrication als mögliches Verkaufsziel identifiziert.

Der Verkaufsprozess von Power sei im Plan, sagte der Manager weiter. In ein paar Wochen soll der Datenraum fertig sein, dann wolle man potenzielle strategische Interessenten einladen. Der Abschluss des Verkaufs soll bis Mitte kommenden Jahres über die Bühne gehen.

Zu weiteren strategischen Maßnahmen hielt sich Utnegaard bedeckt. Das Management hat für den Oktober zu einem Kapitalmarkttag gerufen. Dann will das Unternehmen die Ergebnisse der derzeit laufenden Prüfung der Unternehmensstruktur vorlegen. Es sei dabei das Ziel, Bilfinger zu “alter Stärke” zurückzuführen. Neben der Verbesserung von Profitabilität sei es dringend notwendig, die Komplexität zu reduzieren. “Das Unternehmen ist zu kompliziert”, sagte er mit Verweis auf 600 verschiedene rechtliche Einheiten im Konzern.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht