Die Daimler-Aktie kostet derzeit etwa ein Drittel weniger als vor dem jüngsten Markteinbruch.

Die Daimler-Aktie kostet derzeit etwa ein Drittel weniger als vor dem jüngsten Markteinbruch. Investoren nutzen die Chance, vergleichsweise günstig aufzustocken. Mercedes-Stern: (Bild: Daimler).

Von Stefanie Haxel und Nico Schmidt, Dow Jones Newswires

NEW YORK (Dow Jones)–Eine Daimler-Sprecherin wies auf Anfrage darauf hin, dass es sich um eine gebündelte Stimmrechtsmitteilung aller Untergesellschaften von Blackrock handele. Im Dezember 2009 hatte der Investor die Meldeschwelle von 3% überschritten und hielt 3,9% an dem Stuttgarter DAX-Konzern.

Eine BlackRock-Sprecherin in Deutschland erklärte, dass der Investor weder zur Höhe einer Beteiligung noch zu dem Unternehmen, an dem man beteiligt sei, etwas sage. Es gebe bei Blackrock keine aktive Beteiligungspolitik. Vielmehr handele es sich bei solchen Veränderungen häufig um Entscheidungen einzelner Fondsmanager bzw. es könnten Veränderungen aus Exchange Traded Funds (ETF) sein.

Zu den Großaktionären von Daimler gehörten außerdem das Golf-Emirat Kuwait mit einem Anteil von knapp 7% und die staatliche Beteiligungsgesellschaft Aabar Investments aus Abu Dhabi. Sie war in der Wirtschaftskrise 2009 mit 9% bei den Schwaben eingestiegen. Im Zuge der 2010 eingegangenen Partnerschaft mit der Renault-Nissan-Allianz erwarben die beiden Unternehmen zusammen 3,1% an Daimler.

Wie sämtliche Automobilaktien wurde auch die Daimler-Aktie in den vergangenen Wochen schwer von den Konjunktursorgen belastet und verlor deutlich an Wert. Kostete die Daimler-Aktie vor dem Markteinbruch noch etwa 53 Euro, sind es aktuell nur noch knapp 35 Euro – also gut ein Drittel weniger.

Die Daimler-Aktie gehört für einige Branchenexperten im Moment zu den aussichtsreichsten Titeln in der Automobilbranche, da die Stuttgarter nicht nur von der hohen Nachfrage nach Luxusautos profitieren, sondern als größter Nutzfahrzeughersteller der Welt auch von den guten Aussichten dieses Geschäftsbereichs.