BMW Drive Now

Kunden könnten die Wagen von sofort an per Smartphone buchen und innerhalb der amerikanischen Stadt Seattle an beliebigen Orten abstellen. - Bild: BMW Group

Kunden könnten die Wagen von sofort an per Smartphone buchen und innerhalb der amerikanischen Stadt an beliebigen Orten abstellen, teilte BMW am Freitag mit. Anders als in Europa betreibe BMW das Carsharing-Geschäft in den USA ohne das Mietwagen-Unternehmen Sixt, sagte eine Sprecherin des Autoherstellers auf Anfrage von Dow Jones Newswires.

In Nordamerika trägt BMWs Carsharing-Angebot zudem einen anderen Namen: Was in Europa Drive Now heißt, nennt der Autohersteller in den USA Reach Now. Den Dienst will BMW zudem gegenüber dem europäischen Vorbild um mehrere Zusatzangebote erweitern. Im Laufe dieses Jahres wird der Autohersteller nach eigenen Angaben etwa einen Zustellservice in Seattle anbieten. Kunden können sich ein Carsharing-Fahrzeug damit nach Hause bringen lassen. Zudem plant BMW in den USA einen Service, mit dem Autobesitzer ihr Fahrzeug an Bekannte verleihen können.

Vorgesehen ist den Angaben zufolge auch ein Chauffeur-Dienst in Verbindung mit Reach Now. BMW rückt damit in die Nähe des Fahrdiensts Uber - und setzt um, was Konzernchef Harald Krüger Mitte März angekündigt hatte. Er stellte damals als Teil der künftigen Konzernstrategie in Aussicht, das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen auszubauen. Denkbar sei auch, dass BMW in das sogenannte Ride-Sharing-Geschäft - das derzeit vor allem Uber betreibt - einsteige, sagte Krüger.

Neue Geschäftsmodelle wie das von Uber gelten einigen Branchenbeobachtern als Gefahr für die traditionellen Autohersteller. Die Experten halten für möglich, dass vor allem Bewohner von Städten künftig immer öfter Fahrdienste nutzen und deshalb auf eigene Autos verzichten. Selbstfahrende Autos könnten dies noch attraktiver machen. "In der digitalen Welt müssen wir schnell sein und auch Risiken eingehen", sagte BMW-Chef Krüger denn auch im März.

Auch Daimler bietet Carsharing an

Als Carsharing-Anbieter tritt aber nicht nur BMW auf. Daimler etwa vermietet gemeinsam mit dem Leihwagen-Unternehmen Europcar Autos in vielen europäischen Städten - und ist schon seit Jahren auch in den USA und in Kanada Carsharing-Anbieter. BMW bot Carsharing außer in Europa zeitweise in San Francisco an. Der Hersteller stellte das Angebot mit Elektrofahrzeugen aber Ende des vergangenen Jahres ein.

Reach Now soll laut BMW nach Seattle auch in anderen US-Städten den Betrieb aufnehmen. Einen Zeitplan dafür veröffentlichte der Autohersteller am Freitag aber nicht.

Von Krüger bis Zipse: Die BMW-Vorstände 2016

  • Harald Krüger

    Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG. - Bild: BMW Group

  • Milagros Caiña Carreiro-Andree

    Milagros Caiña Carreiro-Andree, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Personal- und Sozialwesen, Arbeitsdirektorin. - Bild: BMW Group

  • Klaus Dräger

    Dr.-Ing. Klaus Draeger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Einkauf und Lieferantenetzwerk. - Bild: BMW Group

  • Friedrich Eichiner

    Friedrich Eichiner, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen. - Bild: BMW Group

  • Klaus Fröhlich

    Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung. - Bild: BMW Group

  • Ian Robertson

    Dr. Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Vertrieb und Marketing BMW, Vertriebskanäle BMW. - Bild: BMW Group

  • Peter Schwarzenbauer

    Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, MINI, BMW Motorrad, Rolls-Royce, Aftersales BMW. - Bild: BMW Group

  • Oliver Zipse

    Oliver Zipse, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion. - Bild: BMW Group