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BMW hat im dritten Quartal hohe Kosten für Entwicklungsprojekte verbucht. Das EBIT blieb somit hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. - Bild: BMW AG

Im dritten Quartal des Vorjahres hatte BMW mit dem Automobilgeschäft, also außerhalb der Finanzierungssparte, noch eine operative Gewinnspanne von 9,1 Prozent erwirtschaftet. Die Analysten waren für den Zeitraum von Juli bis September dieses Jahres nach den von Dow Jones Newswires zusammengetragenen Prognosen von einem leichten Rückgang auf rund 8,8 Prozent ausgegangen.

Erwartungsgemäß steigerte BMW im Automobilgeschäft zwar den Quartalsumsatz um 2,8 Prozent auf 21,56 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (EBIT) der Kernsparte ging aber von 1,91 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,84 Milliarden Euro zurück. BMW machte dafür am Freitag auch Belastungen durch seine Zukunftsstrategie "One Next" verantwortlich. Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte schon zuvor vor steigenden Kosten in der zweiten Hälfte dieses Jahres gewarnt.

Der operative Quartalsgewinn des Gesamtkonzerns stieg aber wegen vergleichsweise guter Ergebnisse der Finanzierungssparte überraschend von 2,35 Milliarden Euro auf 2,38 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns verbesserte sich zugleich von 22,35 Milliarden Euro auf 23,36 Milliarden Euro. Nach Steuern erzielte BMW damit im dritten Quartal einen Gewinn von 1,82 Milliarden Euro - nach 1,58 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für das Gesamtjahr blieben die BMW-Verantwortlichen am Freitag bei ihren früheren Voraussagen. Der Autokonzern strebt demnach "bei den Auslieferungen im Segment Automobile und dem Konzernergebnis vor Steuern leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken" an. Für den Umsatz im Automobilgeschäft rechnen die BMW-Chefs nach wie vor mit einer leichten Verbesserung. Die operative Marge der Automobilsparte sehen sie "im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent".

BMW: 5er-Erlkönig in der 3D-Messzelle

  • BMW: 5er-Erlkönig in der 3D-Messzelle

    Der 5er BMW wird in 80 x 80 cm große Flächenabschnitte unterteilt. Kamerasensoren im Blue-Light-Technology-Messsystem ‚Atos Triple Scan‘ liefern genaue Messergebnisse und vollständige Daten. - Bild: BMW

  • BMW: 5er-Erlkönig in der 3D-Messzelle

    Das schmalbandige blaue Licht erlaubt präzise Messungen unabhängig von den Lichtverhältnissen der Umgebung. Die Fanuc-Roboter bewegen sich von Referenzmarke zu Referenzmarke. Für ihre absolute Positionierung brauchen sie klare Anhaltspunkte. Dieses Verfahren heißt Photogrammetrie. - Bild: BMW

  • Eduard Obst Porträt

    Eduard Obst: "Das ist die erste Messzelle weltweit, die in der Geschwindigkeit vollautomatisiert ein Gesamtfahrzeug vermessen kann." - Bild: BMW

  • Eduard Obst: "Mit einer einzigen Messung erhalten wir ein vollständiges 3D-Datenmodell des gesamten Fahrzeugs. Aufwendige Einzelmessungen und Datenabgleiche entfallen. Dadurch sparen wir Zeit und erhöhen die Qualität zum Start der Serienproduktion." - Bild: BMW

    Eduard Obst: "Mit einer einzigen Messung erhalten wir ein vollständiges 3D-Datenmodell des gesamten Fahrzeugs. Aufwendige Einzelmessungen und Datenabgleiche entfallen. Dadurch sparen wir Zeit und erhöhen die Qualität zum Start der Serienproduktion." - Bild: BMW

  • 5er BMW in der Messzelle

    Die Messtechnik-Ingenieure im sogenannten 0-Werk haben freie Sicht auf die Messzelle. Nach der mehrstündigen Messung sehen sie CAD-Modell und Abweichung übereinander mehrfarbig dargestellt. - Bild: BMW

  • BMW: 5er-Erlkönig in der 3D-Messzelle

    Statt geklebter Referenzmarken gibt es bei BMW nun per 3D-Druck gefertigte Referenzwürfel. Ein Vakuum hält sie auf der Fahrzeugoberfläche. Der Lack bleibt dabei sauber. - Bild: BMW

  • Referenzwürfel

    Hinter der etwa 6 x 8 Meter großen Plexiglaskabine steuern an drei PC-Arbeitsplätzen die Ingenieure ihre Messungen. Die beiden fahrbaren Säulen in der Kabine sind mit jeweils einem Fanuc-Roboter bestückt, an dessen Ende ein breiter Messkopf mit zwei Kameras und einem Projektor montiert ist. - Bild: BMW