Produktion des Mini E im Werk Oxford: BMW erwartet einen steigenden Gewinn, warnt aber auch, dass

Produktion des Mini E im Werk Oxford: BMW erwartet einen steigenden Gewinn, warnt aber auch, dass Absatz- und Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte durch den Wechsel bei wichtigen Volumenmodellen sowie die Markteinführung und den Produktionsanlauf der Nachfolgemodelle gedämpft werden könnten (BMW).

Von Matthias Goldschmidt, Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (ks)–Bisher hat der Konzern mit über 1,5 Mio Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce gerechnet. Insgesamt erwartet der Konzern für 2011 eine deutlichere Steigerung des Vorsteuerergebnisses als bislang angenommen. 2010 wies BMW ein Ergebnis vor Steuern von 4,84 Mrd Euro aus.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie der guten Perspektiven für die kommenden Monate geht BMW im Segment Automobile 2011 von einer EBIT-Marge von über 10% aus. Zuvor hatte das Unternehmen eine Marge von 8% angepeilt. Der Return on Capital Employed (RoCE) soll sich nach wie vor auf über 26% belaufen. Allerdings warnt der Münchener Autobauer zugleich, dass Absatz- und Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte durch den Wechsel bei wichtigen Volumenmodellen sowie die Markteinführung und den Produktionsanlauf der Nachfolgemodelle gedämpft werden könnten.

Auch im Geschäft mit Finanzdienstleistungen will BMW das gute Marktumfeld nutzen und strebt eine deutliche Erhöhung des Vorsteuerergebnisses sowie eine unveränderte Eigenkapitalrentabilität von über 18% an. Die deutliche Verbesserung der Restwert- und Kreditausfallrisiken wird sich schon im zweiten Quartal mit einem Ergebniseffekt in Höhe eines dreistelligen Millionenbereichs bemerkbar machen, prognostiziert das Unternehmen.

Für 2012 hält BMW die Perspektive einer EBIT-Marge von 8% bis 10% im Automobilbereich aufrecht bei einem Return on Capital Employed von 26%. Die Eigenkapitalrentabilität im Bereich Finanzdienstleistungen soll bei mindestens 18% liegen.

Bei den Investoren kam die Erhöhung des Ausblicks gut an. In einem insgesamt schwachen Markt drehte die Aktie leicht ins Plus und handelt gegen 14.15 Uhr 0,3% höher bei 66,90 Euro. Die Anhebung komme allerdings nicht überraschend angesichts der nicht endenden Erfolgsmeldungen aus der Automobilindustrie, meint ein Händler.

Den Bericht zum zweiten Quartal wird BMW am 2. August veröffentlichen.