Auf Anfrage von Dow Jones Newswires teilte ein Sprecher des weltgrößten Premium-Autoherstellers

Auf Anfrage von Dow Jones Newswires teilte ein Sprecher des weltgrößten Premium-Autoherstellers zudem mit, BMW sei "weiterhin überzeugt von der europäischen Idee und einem starken Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union". - Bild: BMW

BMW hat im eskalierten Konflikt zwischen Griechenland und den übrigen Ländern der Eurozone eine “politische Lösung, die möglichst geringe Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten nach sich zieht” gefordert.

Auf Anfrage von Dow Jones Newswires teilte ein Sprecher des weltgrößten Premium-Autoherstellers zudem mit, BMW sei “weiterhin überzeugt von der europäischen Idee und einem starken Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union”.

Die deutsche Autoindustrie profitiere vom Euro “vor allem durch den Wegfall des Wechselkursrisikos”, teilte der Sprecher weiter mit. Er fügte hinzu: BMW beobachte derzeit “aufmerksam mögliche Einflüsse der aktuellen Lage und Entwicklung auf die Kapitalmärkte und Währungskurse”.

Für den Absatz deutscher Autokonzerne ist der griechische Markt nur von untergeordneter Bedeutung: Nach Daten des europäischen Autoindustrie-Verbands ACEA verzeichneten die Behörden in Griechenland zwischen Januar und Mai dieses Jahres 34.142 Neuzulassungen. In Deutschland kamen im gleichen Zeitraum fast 40 Mal so viele Autos neu auf die Straßen.

Konzerne wie Volkswagen, Daimler und BMW dürften zudem vergleichsweise wenig von möglichen Engpässen auf den Finanzmärkten betroffen sein. Ein Grund dafür ist, dass ihre konzerneigenen Finanzinstitute über Banklizenzen verfügen, sodass diese direkten Zugang zur Europäischen Zentralbank haben.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht