Produktion des Mini E im Werk Oxford:

Produktion des Mini E im Werk Oxford:

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–”Großbritannien bleibt damit das Zentrum der Mini-Produktion”, sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer am Donnerstag in London. Seit dem Jahr 2000 hat BMW laut dem Manager insgesamt mehr als 1,5 Mrd Pfund in die britischen Standorte investiert.

Die nun angekündigten Investitionen sollen zum größten Teil in den Aufbau neuer Produktionsanlagen sowie die Ausstattung des Werks in Oxford fließen und sichern laut Reithofer 5.000 Arbeitsplätze. Seit dem Produktionsstart im Jahr 2001 rollten in der bekannten Universitätsstadt knapp 2 Mio Minis vom Band. Im vergangenen Jahr war die Marke mit einem Produktionsvolumen von gut 216.300 Wagen – insgesamt entspricht das rund einem Sechstel der gesamten Automobilproduktion des Landes – der drittgrößte Fahrzeughersteller in Großbritannien.

Vor dem Hintergrund der ambitionierten Wachstumsziele baute BMW das Mini-Portfolio in den vergangenen Jahren sukzessive aus. Zuletzt kündigte BMW ein Coupé und ein Roadster an, die 2011 bzw. 2012 auf den Markt kommen sollen. Zudem wird ein Coupé auf Basis des Mini-SUVs Countryman (Paceman) in Serie gehen. Insgesamt wird es dann sieben verschiedene Varianten des Lifestyle-Autos geben. Angesichts der zunehmenden Urbanisierung, steigender Benzinpreise und härterer Emissionsvorgaben sehen auch Premiumhersteller zusehends die Notwendigkeit, stärker im hart umkämpften Kleinwagen-Segment Fuß zu fassen.

Reithofer sagte am Donnerstag, Mini trage weltweit wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von BMW bei. “Wir gehen davon aus, dass dies in Zukunft in noch stärkerem Maße der Fall sein wird”. Nach einem Verkaufsplus von 8% im vergangenen Jahr legte der Mini-Absatz von Januar bis Mai dieses Jahres um mehr als ein Viertel auf 110.800 verkaufte Autos zu. Auf Gesamtjahressicht soll eine neue Bestmarke aufgestellt werden.