BMW, Dingolfing, Kraftwerk

Der Dingolfinger Werkleiter Dr. Andreas Wendt (rechts) mit Erik Zizow, Leiter Immobilienmanagement Deutschland der BMW Group (Mitte) und dem Dingolfinger Projektleiter Herbert Brunmeier in der neuen KWK-Zentrale. - Bild: BMW

Mit der Erneuerung und Erweiterung ihrer Energieanlagen an den beiden Standorten durch moderne KWK-Technologie setze die BMW Group noch mehr auf Energieeffizienz und die Schonung natürlicher Ressourcen als bisher, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Strom- und Wärmeerzeugung reduziere den CO2–Ausstoß in den beiden Werken deutlich: Die CO2-Einsparung gegenüber konventioneller Technik betrage künftig rund 75.000 Tonnen im Jahr. Für diesen Beitrag zum Klimaschutz investiert der Konzern an beiden Standorten insgesamt rund 90 Millionen Euro.

Alternative Energiequellen wie Biogas oder Wasserstoff

Die Abkürzung KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung und bezeichnet Energieanlagen, die Gas in Strom umwandeln und die dabei entstehende Wärme gleich mit nutzen. Weil dadurch weniger Abwärme verloren geht als bei einer herkömmlichen Stromerzeugung, sind bis zu 90 Prozent Primärenergienutzung möglich. Das sorgt für niedrige CO2-Emissionen. Als Energiequelle kommt in der Regel Erdgas zum Einsatz. Langfristig besteht laut BMW jedoch auch die Möglichkeit, das Erdgas durch alternative Energiequellen wie Biogas oder Wasserstoff zu ersetzen und damit eine CO2-freie Strom- und Wärmeerzeugung zu realisieren.

Im BMW Group Werk Dingolfing ging am 27. November nach knapp einem Jahr Bauzeit offiziell die neue KWK-Zentrale im Südwesten des Fahrzeugwerks 02.40 in Betrieb. Wo früher zwei in die Jahre gekommene KWK-Anlagen mit Turbinen ihren Dienst taten, sind nun vier hochmoderne KWK-Anlagen mit Gasmotoren im Einsatz, drei weitere werden in der nächsten Ausbaustufe im kommenden Jahr entstehen, wie der Autobauer erklärte.

Eigenstromanteil steigt deutlich

Am Tag der Inbetriebnahme der neuen Dingolfinger Energiezentrale fand im Werk Landshut ein Informationsbesuch von Oberbürgermeister Alexander Putz zum dortigen Neubau einer KWK-Zentrale statt, die künftig ebenfalls vier Gasmotoren beherbergen wird. Sie soll im Sommer 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

Mit der Technologie steigt der Eigenstromanteil an den beiden niederbayerischen BMW-Standorten deutlich: Im Dingolfinger Werk hat sich durch die bisherigen neuen Anlagen der Anteil selbst erzeugten Stroms von 25 auf 35 Prozent erhöht und wird sich durch die nächste Ausbaustufe auf 50 Prozent erhöhen. In Landshut werde der Eigenstromanteil von 20 auf über 50 Prozent anwachsen, so der Autobauer. 

„Zur Nachhaltigkeitsstrategie der BMW Group gehört es, Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion bis hin zum Produkt zu übernehmen. Wir investieren folglich nicht nur in innovative Fertigungsverfahren, sondern auch in die hocheffiziente Energieversorgung unserer Standorte“, betont Dr. Andreas Wendt, Leiter des BMW Group Werks Dingolfing. Der Leiter des BMW Group Werks Landshut, Dr. Peter Fallböhmer, ergänzt: „Die Investition von rund 90 Millionen Euro ist ein wichtiger Beitrag für eine ressourcenschonende Produktion, durch die unsere niederbayerischen Standorte für die Zukunft bestens gerüstet sind.“