MÜNCHEN (Dow Jones/ks)–Ende vergangener Woche hatte BMW erste Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. 2010 erzielten die Bayern einen Umsatz von knapp 60,5 Mrd Euro und damit knapp ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 5,1 (0,3) Mrd Euro. Vor Steuern blieben gut 4,8 (0,4) Mrd Euro und unter dem Strich gut 3,2 (0,2) Mrd Euro. Damit schnitt das Unternehmen durch die Bank weg besser ab als erwartet und stellte neue Bestmarken auf.

Die Aktionäre freuten sich, da BMW ihnen eine Rekordividende von 1,30 Euro pro Stamm- und 1,32 Euro je Vorzugsaktie zahlen will. Das entspricht nach Aussage von Finanzvorstand Friedrich Eichiner gut einem Viertel des Jahresüberschusses. Die diesjährige geplante Ausschüttung sei daher ein “sichtbarer Schritt” in Richtung des mittelfristigen Ziels einer Quote von 30% bis 40%.

Mit 8% übersprang BMW das für 2010 ausgegebene Mindest-Renditeziel für das Kerngeschäft mit Oberklasseautos von 7% locker. “Im Segment Automobile erwarten wir (2011) eine EBIT-Marge von über 8%”, sagte Reithofer am Dienstag. Für 2012 steuert der DAX-Konzern im Kerngeschäft unverändert eine Rendite von 8% bis 10% an. Es gebe eine gute Chance, den Korridor auch über das kommende Jahr hinaus zu erreichen, so der Vorstandsvorsitzende.

2011 soll weiter ein neuer Verkaufsrekord aufgestellt werden. Die alte Bestmarke stammt aus dem Jahr 2007 und liegt bei gut 1,54 Mio verkauften Oberklassewagen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. “Der Absatz soll im mittleren einstelligen Prozentbereich auf die neue Bestmarke von deutlich über 1,5 Millionen Einheiten steigen”, sagte Reithofer.