Harald Küger

BMW schüttet in seinem Jubiläumsjahr so viel Gewinn wie nie zuvor aus - die von vielen Analysten darüber hinaus erwartete Sonderdividende ließen die Konzernverantwortlichen (im Bild: BMW-Chef Harald Küger) in ihrer Mitteilung zur Gewinnbeteiligung aber unerwähnt. - Bild: BMW Group

Wie der Autohersteller berichtete, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Gewinnbeteiligung von 3,20 Euro je Aktie vor. Die Ausschüttung soll im Vergleich zum vergangenen Jahr damit um 30 Cent steigen.

Das Dividendenplus steht vor dem Hintergrund neuer Jahresrekorde bei Absatz, Umsatz und Gewinn: Nach den nun vorgelegten Zahlen steigerte BMW die Konzernerlöse im Jahr 2015 um 14,6 Prozent auf 92,18 Milliarden Euro. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten waren von einem Plus auf 91,20 Milliarden Euro ausgegangen. Den Jahresgewinn nach Steuern verbesserte BMW um 10,0 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro - und damit ebenfalls etwas stärker als erwartet. Die Branchenexperten hatten im Durchschnitt einen Konzernüberschuss in Höhe von 6,32 Milliarden Euro prognostiziert.

Auch in BMWs Kerngeschäft, der Automobilproduktion, verbesserte sich der Gewinn weniger stark als der Umsatz. Vor dem Hintergrund ging die EBIT-Marge der Automobilsparte von 9,6 Prozent im Vorjahr auf 9,2 Prozent zurück. Dazu dürfte außer relativ hohen Kosten für neue Technologien beigetragen haben, dass die Umsatzentwicklung besonders stark von der Euroschwäche getrieben war. Wie BMW schon im Januar mitgeteilt hatte, ist der Jahresabsatz der Konzernmarken BMW, MINI und Rolls-Royce im vergangenen Jahr um 6,1 Prozent auf die Rekordzahl von 2,25 Millionen Fahrzeuge gestiegen.

Für das Jahr 2016, in dem BMW 100 Jahre alt ist, rechnen die Konzernverantwortlichen nach den Angaben von Mittwoch mit weiterem Absatzwachstum. "Wir streben im laufenden Jahr einen leichten Zuwachs der Auslieferungen auf einen neuen Höchstwert an", zitierte das Unternehmen seinen Vorstandschef Harald Krüger.