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Im Jahr 2016 hat BMW Umsatz und Gewinn gesteigert - die Margen im Kerngeschäft (im Bild das M4 Cabriolet) gingen aber zurück. - Bild: BMW

Die BMW Group hat nach eigenen Angaben 2016 Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Gewinn erzielt. „Wir haben unser Jubiläumsjahr zum erfolgreichsten Geschäftsjahr unserer Geschichte gemacht und zum siebten Mal in Folge Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Harald Krüger. „Wir fokussieren uns auf die konsequente Umsetzung unserer Strategie "Number One > Next" und richten die BMW Group nach den ACES Zukunftsfeldern Automated, Connected, Electrified und Shared aus.“

Harald Krüger, BMW
Der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Harald Krüger. - Bild: BMW

Im ersten Jahr von Strategie Number One > Next hat die BMW Group unter anderem ihre Kooperation mit Intel und Mobileye zum hoch- und vollautomatisierten Fahren angekündigt, den Carsharing Dienst ReachNow in den USA gestartet und die nächsten Schritte ihrer Elektrifizierungsstrategie bekanntgegeben. „Von 2019 an verankern wir die rein batterieelektrische Mobilität fest in unseren Kernmarken. Der elektrische Mini und der elektrische BMW X3 werden der sichtbare Beweis, wie wir Innovationen von BMW i in die Breite überführen“, sagte Krüger.

2021 soll mit dem BMW iNEXT die neue technologische Speerspitze der BMW Group folgen. „Der iNEXT wird die Zukunft der Mobilität verkörpern und Maßstäbe bei automatisiertem Fahren, Elektromobilität, Konnektivität und Design setzen“, so Krüger weiter. Zudem bringt die BMW Group weitere Plug-in-Hybrid-Modelle mit Elektro- und Verbrennungsmotor wie den BMW 5er und den Mini Countryman schon 2017 auf den Markt.

Absatz, Umsatz und Ergebnis

Die Auslieferungen der BMW Group kletterten nach Konzernangaben 2016 um 5,3 Prozent auf 2.367.603 (Vj.: 2.247.485) Automobile und erreichten einen neuen Höchstwert. Damit blieb die BMW Group mit ihren drei Premium-Marken BMW, MINI und Rolls-Royce der weltweit führende Hersteller von Premiumautomobilen, heißt es aus München. Der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge verdoppelte sich laut Unternehmen 2016 beinahe auf mehr als 62.000 Einheiten. Der Absatz des rein elektrisch angetriebenen BMW i3 sei seit seinem Marktstart 2013 in jedem Jahr gestiegen. 2017 will die BMW Group erstmals insgesamt 100.000 elektrifizierte Fahrzeuge in einem Jahr verkaufen.

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Der Absatz des rein elektrisch angetriebenen BMW i3 ist seit seinem Marktstart 2013 in jedem Jahr gestiegen, sagt BMW. - Bild: BMW

Der Konzernumsatz stieg 2016 auf den Höchstwert von 94.163 Millionen Euro (Vj.: 92.175 Mio. € / +2,2 Prozent). Damit hat sich der Umsatz seit dem Jahr 2005 (46.656 Mio. €) mehr als verdoppelt. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) lag mit 9.386 (Vj.: 9.593) Mio. € leicht unter dem Rekordwert aus dem Vorjahr (-2,2 Prozent). Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 4,8 Prozent auf die neue Bestmarke von 9.665 (Vj.: 9.224) Millionen Euro.

Alle operativen Segmente – Automobile, Motorräder und Finanzdienstleistungen – erzielten 2016 Rekordergebnisse vor Steuern und trugen damit zu dem Wachstum bei. Die Umsatzrendite vor Steuern (EBT Marge) des Konzerns stieg auf 10,3 Prozent (Vj.: 10,0 Prozent). Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2017 hat die BMW Group diese Umsatzrendite als zusätzliche Berichtsgröße eingeführt und strebt einen Wert von mindestens 10 Prozent an. Der Konzernüberschuss legte im vergangenen Jahr um 8,0 Prozent auf 6.910 (Vj.: 6.396) Millionen Euro zu und erreichte ebenfalls einen neuen Bestwert.

Profitabilität "im Zielkorridor"

Im Segment Automobile stiegen die Umsatzerlöse im vergangenen Jahr dank der positiven Absatzentwicklung um 1,0 Prozent auf 86.424 (Vj.: 85.536) Millionen Euro. Das EBIT lag bei 7.695 Millionen Euro (Vj.: 7.836 / -1,8 Prozent). Die EBIT-Marge belief sich damit auf 8,9 Prozent (Vj.: 9,2 Prozent) und lag seit 2010 das siebte Geschäftsjahr in Folge im angestrebten Renditekorridor von 8 Prozent bis 10 Prozent oder darüber. Das Segmentergebnis vor Steuernlegte 2016 um 5,2 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 7.916 (Vj.: 7.523) Millionen Euro zu.

Die Marken im Detail

Von der Marke BMW wurden 2016 zum ersten Mal in ihrer Geschichte mehr als zwei Millionen Fahrzeuge an Kunden übergeben. Die Auslieferungen nahmen um 5,2 Prozent auf 2.003.359 (Vj.: 1.905.234) Automobile zu. Wesentlichen Anteil an dieser erfolgreichen Absatzentwicklung hatten der BMW 7er als Flaggschiff der Marke mit einem Wachstum von 69,2 Prozent auf 61.514 Fahrzeuge sowie die BMW X Modelle - eines von drei verkauften BMW Fahrzeugen war 2016 ein X Modell.

Für Mini war 2016 das erste komplette Jahr nach der Neuausrichtung der Marke. Mit 360.233 (Vj.: 338.466) Kundenauslieferungen und einer Steigerung von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Mini sein bestes Absatzergebnis der Geschichte. Die größten Wachstumstreiber waren der Mini Clubman und das neue Mini Cabrio.

Rolls-Royce Motor Cars verzeichnete 2016 das zweitbeste Verkaufsergebnis in der 113-jährigen Geschichte der Marke. Der Luxushersteller aus Goodwood steigerte trotz herausfordernder Marktbedingungen seine Auslieferungen an Kunden auf weltweit 4.011 Fahrzeuge (Vj.: 3.785 / +6 Prozent). Dazu trug vor allem das vierte Quartal mit einem neuen Allzeithoch bei (1.386 Automobile / +17,4 Prozent).

Die Regionen im Detail

In Europa setzte die BMW Group im Jahr 2016 zum zweiten Mal in Folge über eine Million Automobile der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ab (1.092.155 Automobile / +9,2 Prozent). In Deutschland übertrafen die Verkaufszahlen den Vorjahreswert mit 298.928 Einheiten um 4,5 Prozent (Vj.: 286.098). Auch Großbritannien entwickelte sich im Berichtszeitraum positiv. Dort verkaufte das Unternehmen 252.205 Fahrzeuge an Kunden (Vj.: 230.982 / +9,2 Prozent).

Die Dynamik in Asien legte im Jahr 2016 wieder zu. Insgesamt wurden dort 747.291 Fahrzeuge der drei Konzernmarken ausgeliefert (Vj.: 685.792 / +9,0 Prozent). In China als größtem Markt der Region stieg die Zahl der Auslieferungen im Vorjahresvergleich mit 516.785 Fahrzeugen deutlich um 11,4 Prozent (Vj.: 464.086).

In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld in der Region Amerika erreichte der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce die Vorjahreswerte nicht. Dort betrugen die Verkaufszahlen 460.398 Einheiten (Vj.: 495.897 / -7,2 Prozent). Die USA verzeichneten mit 366.493 Automobilen einen moderaten Rückgang (Vj.: 405.715 / -9,7 Prozent).

Motorräder mit über zwei Milliarden Umsatz

2016 war auch für das Segment Motorräder ein Rekordjahr. Der Jahresabsatz legte um 5,9 Prozent auf 145.032 (Vj.: 136.963) an Kunden ausgelieferte Motorräder und Maxi-Scooter zu. Der Umsatz stieg 2016 um 4,0 Prozent auf 2.069 (Vj.: 1.990) Millionen Euro und lag damit erstmals bei mehr als zwei Milliarden Euro. Das EBIT legte um 2,7 Prozent auf 187 (Vj.: 182) Millionen Euro zu. Wie im Segment Automobile strebt die BMW Group von 2017 an auch im Segment Motorräder eine EBIT Marge im Korridor von 8-10 Prozent an. Vergangenes Jahr lag der Wert bei 9,0 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 185 Millionen Euro (Vj.: 179 / +3,4 Prozent).

Finanzdienstleistungen mit Rekordergebnis

Das Segment Finanzdienstleistungen konnte seine positive Entwicklung 2016 ebenfalls fortsetzen. Der Segmentumsatz wuchs um 8,2 Prozent auf 25.681 (Vj.: 23.739) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 9,7 Prozent auf 2.166 (Vj.: 1.975) Millionen Euro und lag damit erstmals bei mehr als zwei Milliarden Euro.

BMW mit Material von Dow Jones Newswires

Die Margen der Autobauer

  • Opel,Marge,Monza

    Platz 10 in unserer Margen-Galerie belegt Opel. Die Rüsselsheimer verdienen pro verkauftem Auto (im Bild das Monza-Concept-Car) gerade einmal 190 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Opel

  • VW,Marge,ID Buzz

    Mit einem Gewinn von 400 Euro pro Auto rangiert die Pkw-Sparte von VW nur auf Platz 9. Ob der hier gezeigte ID Buzz daran etwas ändern kann? - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: VW

  • Renault,Marge,Trezor

    Ob der Renault Trezor je in Serie geht, steht in den Sternen. Aber vielleicht würde er den Gewinn von 720 Euro pro Auto für seinen Hersteller anheben und ihn von Platz 8 emporheben. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Renault

  • Peugeot,Marge,Onyx

    Auf Platz 7 mit einem Gewinn von 840 Euro pro Auto sitzt der Löwe von Peugeot. Der hier gezeigte Onyx ist allerdings kein Serienmodell. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Peugeot

  • Skoda,Marge,Octavia,RS

    Erstmals vierstellig wird der Gewinn pro Auto auf Platz 6 mit Skoda. Unter anderem mit ihrem Octavia RS (im Bild) machen die Tschechen 1.590 Euro pro Auto. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Skoda

  • Mercedes,Marge,AMG,Roadster,GT

    Auf Platz 5 leuchtet der Stern von Mercedes. 3.190 Euro Gewinn streichen die Stuttgarter im Schnitt pro Auto ein. Bei dem hier gezeigten AMG GT C Roadster Edition dürfte das wohl ein anderer Betrag sein. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Mercedes

  • Audi,Marge,RS7

    Platz 4 für vier Ringe: Audi verdient im Schnitt pro Auto 3.340 Euro. Wie viel man in Ingolstadt für den hier gezeigten RS7 erlöst, ist nicht bekannt. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Audi

  • BMW,M760,Marge

    Ob der Fußballverein aus der bayerischen Landeshauptstadt mit der Platzierung seiner Nachbarn zufrieden wäre, sei dahingestellt: BMW auf Platz 3 verdient pro Auto (also auch beim gezeigten M760li) im Schnitt 3.390 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: BMW

  • Jaguar,F-Type,Marge,Land Rover

    Von wegen Understatement: Jaguar-Land Rover hält nichts von britischer Zurückhaltung. Mit einer Marge von 4.070 Euro pro Fahrzeug lassen es die Damen und Herrn von der Insel auf Platz 2 mächtig krachen. genau wie der im Bild befindliche F-Type. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Jaguar

  • Porsche,Marge,918

    Was soll man sagen? Wer derart unangefochten auf Platz 1 steht wie Porsche (im Bild der 918 Spyder), der ist über Mäkeleien erhaben: 15.640 Euro Gewinn macht man in Zuffenhausen pro Auto. Respekt! - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: