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Ziele für 2017: Das Konzernergebnis vor Steuern soll leicht steigen, leichter Zuwachs bei Absatz und Umsatz im Segment Automobile erwartet. - Bild: BMW Group

Sowohl der Absatz als auch der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern sollen leicht steigen. Die operative Marge im Autogeschäft, die in den vergangenen Jahren stetig sank, soll weiter im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent liegen, wie der Konzern anlässlich der Bilanzpressekonferenz mitteilte. Das vergangene Jahr hat das Unternehmen, wie bereits bekannt, mit Zuwächsen bei Gewinn und Umsatz abgeschlossen.

"Wir streben 2017 erneut Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis an", wird BMW-Chef Harald Krüger in der Mitteilung zitiert. Der Autokonzern setzt dabei auf neue Modelle der Kernmarke, Mini und Rolls-Royce, die auch die Profitabilität hoch halten sollen. "Wir werden 2017 und 2018 insgesamt 40 neue und überarbeitete Modelle unserer drei Premiummarken auf den Markt bringen." Einen Schwerpunkt will BMW auf das obere Premiumsegment setzen, zu dem neben dem 7er künftig der SUV X7 zählt. Bis 2020 soll der Absatz hier "deutlich steigen".

Angesichts der Vorleistungen, die für die Vielzahl an neuen Modellen notwendig sind, wird aber auch die Investitionsquote 2017 steigen. Nach 4,0 Prozent im vergangenen Jahr rechnet BMW dieses Jahr mit einer etwas höheren Quote. Noch stärker zulegen will der Münchener Autokonzern bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E): Die F&E-Quote soll dieses und kommendes Jahr leicht über dem eigenen Zielkorridor von 5 bis 5,5 Prozent liegen.

Dividende steigt rasant

BMW hatte bei Vorlage der Jahreszahlen Anfang März bereits in Aussicht gestellt, die Verkäufe leicht zu steigern. Den Umsatz und das Ergebnis für 2016 bestätigte das Unternehmen nun: Das siebte Jahr in Folge steigerte der Autohersteller beide Kennzahlen: die Erlöse wuchsen um 2,2 Prozent auf 94,16 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern legte um 4,8 Prozent auf 9,67 Milliarden Euro zu.

Nach Steuern und Anteilen Dritter konnte BMW das Ergebnis sogar auf 6,86 (Vorjahr: 6,37) Milliarden Euro steigern. Angesichts dieser Entwicklung soll die Ausschüttung erneut angehoben werden: Je Vorzugsaktie sollen 3,52 nach 3,22 Euro und je Stammaktie 3,50 nach 3,20 Euro gezahlt werden.

Leichte Bremsspuren hinterließ das Schlussquartal und das US-Geschäft, wo BMW vergangenes Jahr deutlich weniger Autos verkaufte. In den drei Schlussmonaten sank die operative Marge im Autogeschäft deutlich auf 8,3 von 9,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Im Gesamtjahr ergibt sich eine Rendite von 8,9 Prozent, die komfortabel in der Bandbreite von 8 bis 10 Prozent liegt. Allerdings fährt BMW damit hinter dem Rivalen aus Stuttgart her: Mercedes verbuchte angesichts hoher Aufwendungen zwar ebenfalls einen Margenrückgang, liegt mit 9,1 Prozent aber erneut vor BMW. Bei den Fahrzeugverkäufen erzielten die Münchener zwar ebenfallls einen Rekord mit einem Zuwachs von gut 5 Prozent der Kernmarke. Da Mercedes aber noch stärker zulegte, verlor BMW den Titel als größter Premiumhersteller. Zusammen mit Mini und Rolls-Royce liegt BMW allerdings vor Daimler mit Mercedes und Smart.

Die Margen der Autobauer

  • Opel,Marge,Monza

    Platz 10 in unserer Margen-Galerie belegt Opel. Die Rüsselsheimer verdienen pro verkauftem Auto (im Bild das Monza-Concept-Car) gerade einmal 190 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Opel

  • VW,Marge,ID Buzz

    Mit einem Gewinn von 400 Euro pro Auto rangiert die Pkw-Sparte von VW nur auf Platz 9. Ob der hier gezeigte ID Buzz daran etwas ändern kann? - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: VW

  • Renault,Marge,Trezor

    Ob der Renault Trezor je in Serie geht, steht in den Sternen. Aber vielleicht würde er den Gewinn von 720 Euro pro Auto für seinen Hersteller anheben und ihn von Platz 8 emporheben. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Renault

  • Peugeot,Marge,Onyx

    Auf Platz 7 mit einem Gewinn von 840 Euro pro Auto sitzt der Löwe von Peugeot. Der hier gezeigte Onyx ist allerdings kein Serienmodell. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Peugeot

  • Skoda,Marge,Octavia,RS

    Erstmals vierstellig wird der Gewinn pro Auto auf Platz 6 mit Skoda. Unter anderem mit ihrem Octavia RS (im Bild) machen die Tschechen 1.590 Euro pro Auto. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Skoda

  • Mercedes,Marge,AMG,Roadster,GT

    Auf Platz 5 leuchtet der Stern von Mercedes. 3.190 Euro Gewinn streichen die Stuttgarter im Schnitt pro Auto ein. Bei dem hier gezeigten AMG GT C Roadster Edition dürfte das wohl ein anderer Betrag sein. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Mercedes

  • Audi,Marge,RS7

    Platz 4 für vier Ringe: Audi verdient im Schnitt pro Auto 3.340 Euro. Wie viel man in Ingolstadt für den hier gezeigten RS7 erlöst, ist nicht bekannt. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Audi

  • BMW,M760,Marge

    Ob der Fußballverein aus der bayerischen Landeshauptstadt mit der Platzierung seiner Nachbarn zufrieden wäre, sei dahingestellt: BMW auf Platz 3 verdient pro Auto (also auch beim gezeigten M760li) im Schnitt 3.390 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: BMW

  • Jaguar,F-Type,Marge,Land Rover

    Von wegen Understatement: Jaguar-Land Rover hält nichts von britischer Zurückhaltung. Mit einer Marge von 4.070 Euro pro Fahrzeug lassen es die Damen und Herrn von der Insel auf Platz 2 mächtig krachen. genau wie der im Bild befindliche F-Type. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Jaguar

  • Porsche,Marge,918

    Was soll man sagen? Wer derart unangefochten auf Platz 1 steht wie Porsche (im Bild der 918 Spyder), der ist über Mäkeleien erhaben: 15.640 Euro Gewinn macht man in Zuffenhausen pro Auto. Respekt! - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: