MÜNCHEN (Dow Jones)–Schon ab 1. Februar statt ab 1. April sollen die Tarifbeschäftigten 2,7% mehr Lohn erhalten, wie ein Sprecher des DAX-Konzerns am Dienstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires sagte und damit eine Mitteilung der IG Metall bestätigte.

Die Gewerkschaft hatte zuvor erklärt, die BMW-Mitarbeiter seien heute per Flugblatt des Gesamtbetriebsrates in allen Werken von der vorgezogenen Tariferhöhung informiert worden. BMW beschäftigt in Deutschland etwa 70.000 Menschen.

Zahlreiche andere Automobilunternehmen wie Audi, Daimler, Porsche, Bosch, MAN und Volkswagen hatten bereits vor einigen Wochen erklärt, die Tariferhöhung vorzuziehen. BMW dagegen hatte dies ursprünglich nicht vorgehabt. Die Begründung: Die Münchener hatten in der Krise nicht wie die Konkurrenten die Tariferhöhung nach hinten verschoben. Diese Möglichkeit hatten Gewerkschaft und Arbeitgeber in Krisenzeiten vereinbart, um den Unternehmen in Abhängigkeit von der Wirtschaftslage Flexibilität zu schaffen.

Bayerns IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler sagte: “Nur durch die ausdauernde Nachhaltigkeit der Betriebsräte konnte der Vorstand der BMW AG – aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung – zu dieser richtigen Entscheidung bewegt werden.