CHICAGO (Dow Jones/rm). Die Erstauslieferung könnte sich “einige Wochen ins kommende Jahr” hineinziehen, sagte Scott Fancher, Vice President und General Manager bei dem Prestigeprojekt des Konzerns, am Donnerstag. Eine eventuelle Verzögerung würde dann aber “Wochen und nicht Monate” betreffen.

Der Konzern plane aber nach wie vor den aktuellen Auslieferungszeitplan einzuhalten, sagte der Manager weiter und fügte hinzu, die Aussagen zum neuen Zeitplan treffe man “vorsorglich”. Mehrfach musste Boeing den Zeitplan zur Erstauslieferung in den vergangenen Jahren verschieben. Die japanische Fluglinie All Nippon Airways soll den ersten Flieger Ende des Jahres erhalten. Nach Aussage von Fancher steht der Konzern in einem “ständigem Kontakt” mit dem Erstkunden All Nippon Airways.

Der 787 Dreamliner ist die Antwort des US-Konzerns auf den Airbus A380 des europäischen Konzerns EADS. Erst Ende Juni hatte Boeing mitgeteilt, wegen Problemen an den Höhenleitwerken alle fünf der derzeit in Betrieb befindlichen Testmaschinen des 787 in die Inspektion schicken zu müssen. Sämtliche Testflüge wurden in dieser Zeit ausgesetzt. Der Dreamliner besteht etwa zur Hälfte aus Leichtmaterialien wie etwa Kohlefasern; die Maschine soll 20% weniger Energie verbrauchen als Flugzeuge vergleichbarer Größe.