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Dänemark will lieber mit F-35 von Lockheed-Martin wie diesen abheben statt mit der F/A-18 von Boeing. - Bild: Lockheed-Martin

Das Land entschied sich damit gegen die F/A-18 Super Hornet von Boeing, die sich in der Heimat gerade steigender Beliebtheit erfreut.

Bei der Entscheidung der Dänen ging nicht nur Boeing leer aus. Auch Airbus, BAE Systems und Leonardo-Finmeccanica hatten sich mit ihrem Eurofighter Typhoon beworben.

Boeing hatte sich schon im September bei der dänischen Regierung beschwert. Damals nannte das Unternehmen den Auswahlprozess "grundsätzlich fehlerhaft".

Am Donnerstag legte Boeing nach. Der Konzern sagte, ihm sei der Zugang zu Informationen in diesem Fall, auf die er eigentlich einen Anspruch habe, verwehrt worden. "Wir haben die Dokumente schon vor fast sechs Monaten beantragt und das Ministerium hat seither nicht geantwortet", sagte Tom Bell, der in der Rüstungssparte von Boeing für den globalen Vertrieb zuständig ist.

Das dänische Verteidigungsministerium reagierte bislang nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Im September hatte es noch gesagt, dass Boeing der Zugang zu diesen Informationen gewährt würde. Boeing hat nach eigenen Angaben nur "einen kleinen Bruchteil" einsehen können.

Das dänische Verteidigungsministerium empfahl im Mai die Anschaffung von 27 F-35-Kampfjets, um die alternden F-16-Maschinen - ebenfalls von Lockheed Martin - zu ersetzen. Die Regierung folgte dem Vorschlag im Juni.

Als Boeing seine Beschwerde einlegte, ebbte der Bedarf nach der zweistrahligen Super Hornet in den USA gerade ab und Fragen über die weitere Produktion des Jets wurden laut. Mittlerweile jedoch signalisierte die US-Navy Interesse an der Maschine. Auch US-Präsident Donald Trump hat den Kauf einer verbesserten Version in Aussicht gestellt.

Die Regierung wägt derzeit die F/A-18 gegen die F-35 ab. Trump sagte im Januar, die Regierung ziehe eine Großbestellung von zusätzlichen F/A-18 in Erwägung.

Das teuerste Rüstungsprojekt der Welt: Die F-35 Lightning

  • Lockheed Martin,Entstehungsgeschichte

    Vor über hundert Jahren gründete Glenn L. Martin am 16. August 1912 die Firma Glenn L. Martin in Los Angeles, Kalifornien. Vier Monate später, am 19. Dezember 1912 gründeten Allan und Malcolm Lockheed die Alco Hydro-Airplane Company, die später in Lockheed Aircraft Company umbenannt wurde. Der Zusammenschluss zur Lockheed Martin Cooperation erfolgte 1955 - Bild: Lockheed Martin

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    Der Rüstungskonzern hat sich mittlerweile in verschiedenen Bereichen spezialisiert. Zum Produktporfolio gehören Flugzeuge, Raketen und Sensoren. In Zusammenarbeit mit Großbrittanien sollte das "Allzweckflugzeug" F-35 realisiert werden. - Bild: Lockheed Martin

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    Der umstrittene Kampfjet F-35 wird seit 2011 serienmäßig produziert. Der ursprünglich als Allzweckflugzeug geplante Jet wird mittlerweile in 3 Varianten hergestellt. Hauptabnehmer ist die US-amerikanische Air-Force. Bisher sind mehr als 200 Modelle auf dem Markt. - Bild: Lockheed Martin

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    Die Vorteile des Kampfjets sind, dass er nur eine kurze Startbahn benötigt und die Landung komplett senkrecht erfolgt. - Bild: Lockheed Martin

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    Der Rüstungskonzern nutz für die F-35 das Pratt & Whitney F135 Triebwerk mit Schwenkdüse und Hubfan. Der Schub beträgt 181,3 kN, ohne Nachbrenner nur 120 kN. - Bild: Lockheed Martin

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    Die Länge des Jets beträgt 15,57 Meter. In der Höhe misst das Flugzeug 4,57 Meter. Die Reichweite beträgt ungefähr 1.665 Kilometer - Bild: Lockheed Martin