CHICAGO (Dow Jones/rm). Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, wurden in den drei Monaten von Anfang Oktober bis Ende Dezember 116 Maschinen an die Kunden übergeben. Das sind 4,9% weniger als im vierten Quartal 2009. Seinerzeit hatte das Unternehmen aus Chicago noch 122 Flugzeuge ausgeliefert.

Im Verteidigungs und Raumfahrtbereich entfällt der Großteil der Bestellungen auf die Kampfflugzeuge F/A-18E/F und EA 18-G. Auch hier lief es mit 11 Auslieferungen etwas schlechter. Im Schlussquartal des Vorjahres lieferte Boeing noch 2 Maschinen mehr aus.

Bezogen auf das Gesamtjahr übergab die Boeing Co insgesamt 462 Verkehrsflugzeuge an seine Kundschaft. Geschätzt hatte das Unternehmen rund 460 ausgelieferte Maschinen in den zwölf Monaten. Allein von der 737 hat Boeing 376 Flugzeuge ausgeliefert. Damit war das Mittelstreckenflugzeug wie in den Vorjahren das Erfolgsmodell des Konzerns. Das deutlich bessere Wirtschaftsumfeld im vergangenen Jahr nach der Krise zeigt sich auch den Nettoneuaufträgen, die sich mit 530 Zivilmaschinen nahezu vervierfacht haben.

Der Auftragsbestand von Boeing liegt nun 2% niedriger bei insgesamt 3.443 Flugzeugen (per Ende 2010). Allein davon entfallen 2.186 Order auf die 737. Für den 787 Dreamliner, mit dem aktuell noch Testflüge gemacht werden, hat der Konzern den weiteren Angaben zufolge 847 Bestellungen. Voraussichtlich am 26. Januar, wenn Boeing seine Jahresbilanz vorlegen will, soll eine Prognose für die Auslieferung der Jets vorgelegt werden. An dritter Stelle beim Auftragsbestand rangiert der Langstreckenflieger 777. Die Maschine kommt auf 253 Bestellungen.