Bombardier

Passagiertransport am Frankfurter Flughafen mit dem Innovia Automated People Mover (APM) von Bombardier. - Bild: Bombardier

Rund um den Globus seien 3.200 Mitarbeiter der Bahnsparte Bombardier Transportation betroffen und damit jede zehnte Stelle. In Deutschland werden 1.430 Arbeitsplätze abgebaut, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Damit werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hieß es zur Begründung.

Welche Standorte in Deutschland betroffen seien, sei noch unklar. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern stünden erst am Anfang. Betroffen sei aber nicht nur die Stammbelegschaft, sondern auch Leiharbeiter und externe Mitarbeiter.

Der Stellenabbau soll vor allem die Produktion betreffen, wie es in einer Mitteilung des Konzerns hieß. Teilweise werde er kompensiert durch Neueinstellungen in Bereichen, die ein Wachstum verzeichneten, wie das Luftfahrtprogramm C Series. Dafür seien schon in den vergangenen Monaten neue Mitarbeiter eingestellt worden.

Weltweit will Bombardier seine Mitarbeiterzahl auf 64.000 Menschen verringern. In den sieben deutschen Werken arbeiten nach Unternehmensangaben derzeit mehr als 8.000 Menschen. Die weltweite Konzernzentrale der Bahntechniksparte Bombardier Transportation ist seit 2002 in Berlin.

Hoffnung ruht auf C-Serie

Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 18,17 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro), 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettogewinn halbierte sich beinahe auf 326 Millionen Dollar. Für dieses Jahr prognostiziert der Siemens - und Airbus -Rivale einen Umsatz von 16,5 bis 17,5 Milliarden Dollar. 

Hoffnung setzt das Management in die neuen Flugzeuge der C-Serie, nachdem Air Canada am Mittwoch eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 75 Jets vom Typ CS300 unterzeichnet hat. Ein Auftrag mit einem Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar (nach Listenpreis).

Die Entwicklung des Flugzeugs hatte sich in der Vergangenheit erheblich verzögert und wurde deutlich teurer als geplant. Deswegen musste das Unternehmen in Kanada staatliche Hilfen in Anspruch nehmen.

kko/Dow Jones Newswires