Bombardier

Die Finanzlage von Bombardier verbessere sich durch den Deal, ohne dass die Verschuldung steige. - Bild: Bombardier

Der Fonds werde 1,5 Milliarden US-Dollar in das angeschlagene Unternehmen pumpen. Er erhalte im Gegenzug 30 Prozent an der neuen Bombardier Transportation (Investment) UK Ltd (BT Holdco). Der ebenfalls als Option durchgespielte Börsengang der Bahnsparte ist damit vom Tisch.

In der neuen BT Holdco werden alle Aktiva des Schienenfahrzeuggeschäfts zusammengefasst. Die Zentrale für das operative Geschäft bleibt in Deutschland. Die Sparte wird im Zuge der Privatplatzierung laut Bombardier mit fünf Milliarden Dollar gewertet. Der President von Bombardier Transportation, Lutz Bertling, bleibe im Amt. Die Finanzlage von Bombardier verbessere sich durch den Deal, ohne dass die Verschuldung steige.

Bombardier Transportation wachse und sei profitabel, hob Michael Sabia, President und CEO von CDPQ, hervor. Zudem habe sie großes Potenzial, Barmittel zu generieren und keine hohen Schulden. In den ersten neun Monaten erzielte Bombardier Transportation ein EBIT von 342 Millionen US-Dollar und ein Marge von 5,6 Prozent.

Vor wenigen Wochen war bereits bekannt geworden, dass die Provinz Quebec eine Milliarde US-Dollar in eine neue Firma stecken will, der die Aktiva und Verbindlichkeiten von Bombardiers CSeries-Verkehrsflugzeugen gehören sollen. Diese Modellreihe steckt nach kostspieligen Auslieferungsverzögerungen tief in der Krise. Als Gegenleistung für das Investment wird dem Staat 49,5 Prozent an der neuen Firma gehören. Zugleich gibt es eine feste Zusage, dass für die kommenden 20 Jahre diese Jets ausschließlich in Quebec produziert werden.