Bosch meldet für 2015 gute Zahlen

Bosch - hier der neue Forschungscampus in Renningen - meldet für 2015 gute Zahlen. - Bild: Bosch

Bereinigt um Sondereffekte, insbesondere im Zusammenhang mit Akquisitionen, legte der operative Gewinn auf 4,5 Milliarden Euro zu. So hatte Bosch unter anderem das Geschäft mit Lenksystemen, welches zuvor gemeinsam mit ZF Friedrichshafen geführt wurde, komplett übernommen. Die konzernweiten Einnahmen legten im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent auf mehr als 70 Milliarden Euro zu. Bereinigt um Währungseffekte war das ein Plus von rund 4 Prozent.

Zuletzt hatte Bosch prognostiziert, den Umsatz währungsbereinigt zwischen 3 und 5 Prozent zu steigern, nominal könnte das Wachstum die 5-Prozent-Marke wegen erheblicher Wechselkurseffekte auch übertreffen. Ergebnis und Umsatzrendite sollten ebenfalls weiter wachsen.

"2015 haben wir in vielen Bereichen unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und Marktanteile gewonnen", sagte Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer mit Blick auf die vorläufigen Zahlen. Größter Umsatzbringer war einmal mehr das Geschäft mit der Autoindustrie, welches um 12 Prozent auf 41,7 Milliarden Euro zulegte. Benzin- und Dieseleinspritzsysteme sowie Fahrassistenz- und Infotainmentsysteme seien besonders erfolgreiche Produkte gewesen, teilte Bosch weiter mit. Nach Regionen wuchsen die Einnahmen unternehmensweit in Nordamerika sowie in Asien-Pazifik jeweils zweistellig.

In Asien-Pazifik habe die Wachstumsdynamik jedoch "deutlich abgenommen", sagte der Finanzchef. Zwar seien die Einnahmen im Gesamtjahr dort um 16 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro gestiegen. Wechselkursbereinigt entspreche das aber nur noch einem leichten Wachstum von rund 1 Prozent. "Ein Grund hierfür ist die Verlangsamung der wirtschaftlichen Entwicklung in China", sagte er. Langfristig sehe Bosch dort weiterhin hohes Potenzial.

Für das aktuelle Jahr bleibt Bosch dennoch vorsichtig optimistisch. Die Weltkonjunktur dürfte nach derzeitigen Erwartungen moderat um 2,8 Prozent steigen. "Wir müssen uns außerdem auf stärkere Schwankungen der Märkte einstellen, sowohl regional als auch branchenspezifisch", sagte Asenkerschbaumer. Geopolitsch bliebe das Umfeld komplex und mit Unsicherheiten verbunden.

In Nordamerika dürfte sich die Dynamik im Vergleich zu 2015 leicht verringern. In Europa rechnet Bosch mit einer weiteren moderaten Erholung. "Asiatische Schwellenländer werden trotz konjunktureller Abschwächung weiterhin an der weltweiten Wachstumsspitze bleiben", sagte der Finanzchef. In Brasilien geht der Manager erneut von einem Rezessionsjahr aus.

Bosch will den eigenen Wachstumskurs jedoch fortsetzen und stärker wachsen als die für Bosch relevanten Märkte, sagte Asenkerschbaumer. Ergebnis und Umsatzrendite sollen ebenso weiter zulegen.