Bosch-Chef Volkmar Denner plädiert für den Diesel-Motor. Foto: Bosch.

Bosch-Chef Volkmar Denner plädiert für den Diesel-Motor. Foto: Bosch.

Zwar habe Bosch die eigenen Markteinschätzungen für das Geschäft mit dem Dieselantrieb bislang nicht verändert, sagte Denner am Mittwoch bei der Eröffnung eines neuen Forschungsstandorts in Renningen bei Stuttgart. Es werde allerdings "darauf ankommen", auf die Verunsicherung von Verbrauchern zu reagieren. Denner forderte dazu eine "aktive Kampagne".

Bosch ist nach den Worten von Denner in dem Abgasskandal bislang nicht mit Sparforderungen aus dem Volkswagen-Konzern konfrontiert. Es gebe "bislang keine solchen Gespräche", sagte der Bosch-Chef.

Denner warnte allerdings vor allzu scharfen Vorgaben zur Schadstoffreduzierung von Verbrennungsmotoren. Die bisherigen Regeln bauten genügend Druck auf die Industrie auf und stellten dennoch erreichbare Ziele dar, sagte er. Denner forderte, diese Balance zu erhalten. Sollten Politiker als Folge des Abgasskandals unerreichbare Vorgaben zur Schadstoffreduzierung machen, täten sie weder Verbrauchern noch der Industrie etwas Gutes, sagte der Bosch-Chef. Verbrennungsmotoren würden "noch lange" als Übergangstechnologie zum Elektroantrieb gebraucht.