Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, freut sich über den

Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, freut sich über den höchsten Umsatz in der 125-jährigen Unternehmensgeschichte der Robert Bosch GmbH.

STUTTGART (mg). „Das ist der höchste Jahresumsatz unserer 125-jährigen Unternehmensgeschichte“, sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Auch die Ertragslage der Bosch-Gruppe hat sich deutlich verbessert. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 2010 sogar wieder den Zielkorridor von 7 bis 8 % vom Umsatz nach einem Vorjahresverlust von 1,2 Mrd Euro. Die endgültigen Zahlen werden zur Bilanz-Pressekonferenz am 14. April 2011 veröffentlicht.

Haupttreiber für den Aufschwung bei Bosch sind die weltweite Konjunkturerholung, der kräftige Anstieg der weltweiten Automobilproduktion sowie die erhöhte Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau. Ferner wurden deutliche Fortschritte bei der Sanierung von Verlustgebieten erzielt und in Nordamerika wieder die Gewinnschwelle erreicht.

F&E-Quote auf 11 % erhöht

Im vergangenen Jahr haben entsprechend der sektoralen und regionalen Erholung alle drei Unternehmensbereiche deutliche Wachstumsraten erzielt. Die Kraftfahrzeugtechnik weist mit einem Umsatzplus von 29 % auf rund 28 Mrd Euro den höchsten Anstieg aus (Vorjahr: 21,7 Mrd Euro).

Auch die Industrietechnik konnte mit einer Erhöhung von 27 % auf über 6,5 Mrd Euro den Umsatz kräftig steigern (Vorjahr: 5,1 Mrd Euro). Vom Anstieg entfallen hierbei mehr als 500 Mio Euro auf die erstmalige Konsolidierung der Mehrheitsbeteiligung an der aleo solar AG, die Bosch Ende 2009 erworben hatte.

Der vom Konjunktureinbruch 2008/2009 erheblich weniger betroffene Bereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik weist einen deutlichen Zuwachs von etwa 10 % auf rund 12,5 Mrd Euro aus (Vorjahr: 11,3 Mrd Euro).

Bosch hat 2010 auch seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 11 % erhöht. Sie liegen bei rund 4 Mrd Euro (Vorjahr: 3,6 Mrd Euro). Davon wurde fast jeder zweite Euro für neue ressourcen- und umweltschonende Produkte und Dienstleistungen eingesetzt.

Die hohen Investitionen in Höhe von 2,4 Mrd Euro (Vorjahr: 1,9 Mrd Euro) führten unter anderem in Deutschland zum Hochfahren einer Solarzellenproduktion in Arnstadt. Im Südkorea wurde zusammen mit Samsung SDI eine Batteriezellenproduktion für Hybrid- und Elektroantriebe gestartet, in Singapur ein neues Forschungszentrum eingeweiht und in China der Grundstein für eine neue leistungsfähige Teststrecke gelegt.

2011: Aufschwung, aber mit weniger Dynamik

Für 2011 rechnet Bosch mit einer Fortsetzung des globalen Aufschwungs, der allerdings an Dynamik verlieren und zu einem Gesamtwachstum von rund 3,5 % führen wird. Der Hauptimpuls wird weiter von den Schwellenländern mit durchschnittlich mehr als 6 % Wachstum ausgehen. Dagegen wird die Wirtschaft in Europa laut Unternehmensangaben nur mit 1 bis 2 % wachsen, wobei Bosch für Deutschland ein Wachstum von mindestens 2 % erwartet.

Auch für die USA ist das Unternehmen zunehmend zuversichtlich. Aufgrund einer Erhöhung der Exporte sowie einer anziehenden Beschäftigung und Inlandsnachfrage rechnet Bosch in den USA mit einem Wachstum von mehr als 3 %. Als Hauptrisiken sieht das Unternehmen die noch nicht überwundenen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise und die weitere Wechselkursentwicklung. „Jetzt ist die Solidarität Europas gefordert. Doch die Hilfe an die Länder kann nicht bedingungslos erfolgen“, so Fehrenbach.