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Bosch und Baidu kooperieren in Sachen Naigationsdaten. - Bild: PIxabay

Wie der Autozulieferer anlässlich der Automesse in Schanghai ankündigte, wollen die Partner eine Lösung erarbeiten, mit der Informationen der Radar- und Videosensoren von Bosch für die Erstellung und Aktualisierung von Karten genutzt werden können. Der Stuttgarter Konzern verfolge einen offenen und standardisierten Ansatz.

"Nach Deutschland, den USA und Japan starten wir in China jetzt den vierten Erprobungsstandort", wird Rolf Bulander, Chef des Bosch-Geschäftsbereichs Mobility Solutions, zitiert. "Ohne hochgenaue Karten werden wir nicht automatisiert fahren können - nicht in China und nicht anderswo auf der Welt." Bosch hat bereits mit Baidu ein Testauto für teilautomatisiertes Fahren auf chinesischen Autobahnen aufgebaut.

China ist für Bosch ein enorm wichtiger Markt. 2016 erzielte das Unternehmen auf dem weltweit größten Automarkt mit seinen Mobilitätslösungen Umsätze von 66,3 Milliarden Renminbi oder umgerechnet rund 9 Milliarden Euro. Bosch hat in China im Bereich Mobility Solutions mehr als 34.000 Mitarbeiter. Weltweit erzielte der Konzern 2016 mit etwa 390.000 Mitarbeitern einen Umsatz von gut 73 Milliarden Euro.

Künstliche Intelligenz – fünf Fragen, fünf Antworten

  • Künstliche Intelligenz

    1. Was ist Künstliche Intelligenz? Künstliche Intelligenz (KI) beschreibt ein Vorgehen, bei dem Maschinen das Lernen lernen. Anders gesagt: Computersysteme ahmen menschliche Intelligenz nach. Künstliche Intelligenz ist die Simulation intelligenten Verhaltens auf Basis vorgegebener oder erlernter Muster. - Bild: Pixabay

  • autonomes Fahren, Bosch

    2. Wie funktioniert künstliche Intelligenz? Ein KI-System erkennt seine Umgebung, beispielsweise mit Hilfe von Kameras und Sensoren. In diesen Kontextinformationen deckt es Zusammenhänge auf und leitet dann Handlungen daraus ab. Beispiel: Ein KI-System in einem Auto erkennt Fußgänger auf dem Bürgersteig, berechnet die Wahrscheinlichkeit einer Überquerung und leitet bei Bedarf Ausweichmanöver ein.- Bild: Bosch

  • Deep Learning, Bosch

    3. Was ist Deep Learning? Deep Learning ist eine Kategorie des Maschinenlernens und wesentliche Grundlage für künstliche Intelligenz. Beim Deep Learning eignen sich Maschinen durch gemachte Erfahrungen eigenes Wissen an. Hierbei werden sogenannte künstliche neuronale Netze zu Ebenen angeordnet, die immer komplexere Merkmale verwenden. Typische Anwendungen im Alltag: Spracherkennung im Smartphone oder Erkennung von Schildern im Straßenverkehr. - Bild: Bosch

  • Binärcode

    4. Worin unterscheiden sich Künstliche Intelligenz und Algorithmen? Ein Algorithmus ist eine in IT-Sprache formulierte Vorschrift, die aus einer Folge von Anweisungen besteht, mit der bestimmte Aufgaben gelöst werden. Oft setzt sich künstliche Intelligenz aus Algorithmen zusammen. Ein Algorithmus ist aber umgekehrt nicht immer gleich künstliche Intelligenz. - Bild: Pixabay

  • autonomes Fahren, Bosch

    5. Welchen Nutzen stiftet Künstliche Intelligenz für Menschen? Künstliche Intelligenz kommt zum Beispiel im Bereich des automatisierten Fahrens oder in Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz. Letztere können helfen, Unfälle zu vermeiden. Auch in der Industrie hält künstliche Intelligenz Einzug. Kollaborative Roboter etwa können neue Aufgaben, die sie im Team mit Menschen erledigen sollen, rasch aus Beispieldaten maschinell erlernen. Die aufwändige Programmierung per Hand entfällt. Das spart Zeit und Geld. Zusätzlicher Nutzen für Mitarbeiter im Werk: Eintönige oder gefährliche Aufgaben erledigt ebenfalls Kollege Roboter. - Bild: Bosch