Bosch soll Energieverbrauch von Staubsaugern manipuliert haben 1

Bosch habe in einigen seiner Staubsauger Elektronik installiert, die einen geringeren Stromverbrauch vortäusche, sagt der Dyson-Firmengründer James Dyson in einem Interview mit der Londoner Zeitung "The Telegraph".

"Ihr Verhalten ähnelt demjenigen im Volkswagen-Skandal", erklärt Dyson und wirft Bosch "eine schwerwiegende Irreführung der Kunden" vor. Dyson hat deshalb nach eigenen Angaben in Deutschland, Belgien und den Niederlanden Klagen gegen Bosch eingereicht.

Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) wies Bosch die Manipulationsvorwürfe kategorisch zurück: "Alle Staubsauger würden im Einklang mit den Anforderungen der EU-Ökodesignrichtlinie für Staubsauger geprüft", zitiert das Blatt einen Sprecher der Hausgerätesparte.

Bosch schon wegen VW-Skandal in den Schlagzeilen

Die Meldung ist vor allem deswegen äußerst pikant, weil Bosch schon im Zuge des VW-Dieselskandals in die Schlagzeilen geraten war. Der Konzern hat das Bauteil zugeliefert, mit dessen Hilfe VW die Abgaswerte bei Tests manipuliert hat.

Allerdings hat Bosch nach missverständlichen Aussagen geklärt: Nur die Hardware - also Pumpe und Spritzdüse, recht banale Dinge - stammen in dem diskutierten Fall von Bosch. Das Steuergerät und damit auch die Software, die auf Sensoren zugreift und die Gerätschaft steuert, in der also die Manipulation geschah, jedoch nicht.