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Bosch ist gut ins neue Jahr gestartet. - Bild: Bosch

Alle Unternehmensbereiche und Regionen konnten laut Bosch in den ersten drei Monaten 2017 teils deutlich zulegen. Für das laufende Jahr strebt das Unternehmen wegen verhaltener Konjunkturaussichten und geopolitischer Unsicherheiten ein Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent an. Das Ergebnis soll ungeachtet weiterhin hoher Vorleistungen in die Zukunftssicherung steigen.

„Unser geschäftlicher Erfolg heute schafft uns die Gestaltungsmöglichkeiten für die Welt von morgen“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz auf dem Forschungscampus in Renningen. „Bestehendes Geschäft weiterentwickeln, neue Geschäftsfelder erschließen, technologisch führend sein – das ist unsere Strategie für den Transformationsprozess.“ Schwerpunkte des Wandels sind die Veränderungen im Mobilitätsbereich sowie die Vernetzung über das Internet der Dinge. „Als Innovationsführer gestalten und treiben wir die Transformation“, so Denner weiter.

Der Umsatz der Bosch-Gruppe stieg 2016 auf 73,1 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 3,6 Prozent, wechselkursbereinigt um 5,5 Prozent. Die Wechselkursbelastungen summierten sich im vergangenen Jahr auf 1,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT) betrug 4,3 Milliarden Euro, die operative Rendite damit 5,8 Prozent. In der Ergebnisentwicklung 2016 spiegeln sich hohe Vorleistungen für die Zukunftssicherung wider. 2016 erhöhte Bosch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um knapp zehn Prozent auf sieben Milliarden Euro.

„Bosch muss erhebliche Vorleistungen für die Transformation erbringen und gleichzeitig eine andauernd hohe Ertragskraft sichern“, sagte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Das EBIT wurde 2016 durch negative Sondereffekte belastet und lag bei 3,3 Milliarden Euro.

Das Geschäftsjahr 2016 nach Regionen

In Europa erzielte die Bosch-Gruppe 2016 einen Umsatz in Höhe von 38,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Erlöse um 3,4 Prozent (wechselkursbereinigt 4,8 Prozent). 2016 waren die Wechselkurseffekte unter anderem wegen der Abwertung des britischen Pfundes ungewöhnlich hoch. Nach einem sehr starken Vorjahr ging der Umsatz der Bosch-Gruppe in Nordamerika im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro zurück, wechselkursbereinigt minus 1,8 Prozent.

In Südamerika konnte die Bosch-Gruppe wechselkursbereinigt erstmals wieder den Umsatz steigern, um 2,4 Prozent. Nominal sank der Umsatz um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. In der Region Asien-Pazifik verzeichnete Bosch 2016 ein deutliches Umsatzplus von 8,3 Prozent auf 20,8 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt zwölf Prozent). Fast 30 Prozent des Umsatzes erzielt Bosch zwischenzeitlich in Asien-Pazifik.

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Das Geschäftsjahr 2016 nach Bereichen

Von allen vier Unternehmensbereichen verzeichnete Mobility Solutions 2016 das stärkste Wachstum. Der Umsatz erhöhte sich um 5,5 Prozent auf 43,9 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt 6,9 Prozent). Die operative Rendite des Bereichs betrug 6,0 Prozent vom Umsatz. Der Unternehmensbereich Industrial Technology, speziell der Geschäftsbereich Drive and Control Technology, kämpfte auch 2016 mit einem schwierigen Marktumfeld. Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro (wechselkursbereinigt um 4,2 Prozent) zurück.

Bereinigt um Konsolidierungseffekte durch die Veräußerung des Großgetriebegeschäfts betrug der Umsatzrückgang nur 1,5 Prozent. Erfreulich war die Rückkehr des Unternehmensbereichs in die Gewinnzone. Der Umsatzausweis des Unternehmensbereichs Consumer Goods ist besonders von negativen Wechselkurseffekten betroffen. Wechselkursbereinigt steigerte der Bereich seinen Umsatz um 5,7 Prozent. Nominal betrug das Umsatzwachstum 2,6 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Die operative Rendite des Bereichs stieg um einen Prozentpunkt auf 8,2 Prozent.

Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erzielte 2016 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Auch hier belasten Wechselkurseffekte den Umsatzausweis. Der Umsatz wuchs wechselkursbereinigt um 4,5 Prozent, nominal um 1,7 Prozent. Die Rendite des Bereichs lag 2016 bei 4,3 Prozent.

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