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Bosch und Mahle wollen das gemeinsame Turboladergeschäft BMTS verkaufen. - Bild: Bosch Mahle Turbo Systems

Es seien weitere Investitionen erforderlich, um die notwendige Unternehmensgröße zu erreichen, hieß es.

Da sich sowohl Bosch als auch Mahle auf neue Entwicklungsfelder konzentrieren wollten, soll nun ein Käufer für das Joint Venture mit dem Namen Bosch Mahle Turbo Systems (BMTS) gesucht werden.

"Trotz namhafter Kunden, die Volumenaufträge abrufen, der damit verbundenen hohen Auslastung unserer Werke und überproportionaler Wachstumsraten ist die heutige Absatzmenge von BMTS im Vergleich zu den großen Mitanbietern noch zu gering und muss weiter ausgebaut werden", wird Rolf Bulander, Chef des Bosch-Geschäftsbereichs Mobility Solutions, zitiert.

Borgwarner und Honeywell profitieren

Das 2008 gegründete Geschäft entwickelt und fertigt mit insgesamt etwa 1.400 Mitarbeitern Turbolader für Pkws und Nutzfahrzeuge. Die Schwerpunkte der Fertigung befinden sich in Österreich und China, in Deutschland ist BMTS in Stuttgart und Blaichach vertreten.

Viele Autozulieferer müssen angesichts des Wandels in der Branche intensiver als noch vor einigen Jahren prüfen, in welche Technologien investiert werden soll.

Die Entscheidung von Bosch und Mahle signalisiere, so Analysten der Royal Bank of Canada, dass Autozulieferer Kapital aus dem traditionellen Bereich der Verbrennungsmotoren umschichten. Die Frage, in welche Bereiche Zulieferer investieren, sei zentral und werde künftig immer wieder auf der Tagesordnung stehen. Mahle und Bosch dürften die Mittel, die für das Gemeinschaftsunternehmen vorgesehen waren, nun in Bereiche wie autonomes Fahren oder die Elektrifizierung stecken. Von dem Verkauf von BMTS könnten unterdessen die beiden Rivalen Borgwarner und Honeywell profitieren, so die Analysten