Dr. Rolf Bulander, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility

Dr. Rolf Bulander, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions, sieht den Verbrennungsmotor weiter als Basis der Mobilität. - Bild: Bosch

Mobility Solutions, der größte Unternehmensbereich der Bosch-Gruppe, hat nach Unternehmensangaben den Umsatz im ersten Quartal wechselkursbereinigt im ersten Quartal 2015 um sieben Prozent gesteigert.

Wie der Vorsitzende des Unternehmensbereichs, Dr. Rolf Bulander, auf dem Motorpressekolloquium in Boxberg sagte, wuchs das Geschäftsvolumen der Mobility Solutions von Bosch mit 8,9 Prozent mehr als doppelt so stark wie die weltweite Automobilproduktion.

Dabei sei der Absatz wichtiger Systeme wie ESP oder der Benzin- und Diesel-Direkteinspritzung jeweils um rund 20 Prozent gestiegen. In Zukunft werde Bosch verstärkt Lösungen für das Zusammenspiel von Auto und Verkehr bieten. „Wir denken die individuelle Mobilität neu, vernetzt mit Bikes, Bahnen und Bussen“, so Bulander.

Das Unternehmen sei auf drei Entwicklungspfaden unterwegs zum elektrifizierten, automatisierten und vernetzten Fahren. Burlander schätzt, dass der Verbrennungsmotor, auch wenn der Antrieb elektrifiziert wird, bis in die nächste Dekade hinein die Basis für effiziente Mobilität bleibt.

Auch der Markt der Fahrerassistenz expandiet laut Bosch. An Weiterentwicklungen in diesem Bereich arbeiten bei dem Stuttgarter Unternehmen nach eigenen Angaben rund 2 000 Entwickler. Nach dem Erwerb von ZF Lenksysteme (jetzt Robert Bosch Automotive Steering) habe das Unternehmen seine Ausgangsposition für das automatisierte Fahren verbessert. Dazu Bulander: „Mit Technik von Bosch kann das Auto in Zukunft nicht nur selbsttätig beschleunigen und bremsen, sondern auch automatisch lenken.“

Stefan Weinzierl