Der Technologiekonzern Bosch muss in den USA 57,8 Millionen US-Dollar wegen illegaler

Der Technologiekonzern Bosch muss in den USA 57,8 Millionen US-Dollar wegen illegaler Preisabsprachen in der Automobilbranche zahlen. - Bild: Bosch

Der Technologiekonzern Bosch muss in den USA 57,8 Millionen US-Dollar wegen illegaler Preisabsprachen in der Automobilbranche zahlen.

Wie das US-Justizministerium am Dienstag mitteilte, bekannte sich der Autoteilezulieferer mit Sitz in Gerlingen schuldig, Zündkerzen, Sauerstoffsensoren und Anlasser zu teuer an Autokonzerne wie Daimler, Ford und General Motors sowie den Motorgerätehersteller Stihl verkauft zu haben. Bosch ist laut Behördenangaben von mindestens Januar 2000 bis Juli 2011 in die unzulässigen Preis- und Angebotsabsprachen verwickelt gewesen.

“Die Teilnehmer an diesem Komplott waren nicht lokal auf ein Land oder eine Region in der Welt begrenzt”, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brent Snyder. Welche Unternehmen in dem Kartell noch eine Rolle spielten, wurde allerdings nicht namentlich erwähnt. Seit 2010 ermitteln Wettbewerbshüter weltweit gegen Autoteilezulieferer wegen der Bildung von Preis- und Angebotskartellen.

Die Vorwürfe des US-Justizministeriums seien bei unternehmensinternen Ermittlungen bestätigt worden, teilte Bosch mit. Der Vergleich decke die Jahre zwischen Anfang 2000 und Mitte 2011 ab. Bosch habe seit Beginn der Ermittlungen vollumfänglich mit den Behörden zur Aufklärung des Falls zusammengearbeitet, hieß es.

Bosch ist das dritte Unternehmen mit Sitz in Europa, das im Rahmen einer andauernden Ermittlung des US-Justizministeriums wegen wettbewerbsfeindlichen Verhaltens in der Autozuliefererbranche beschuldigt worden war.

Einschließlich Bosch haben sich bereits 34 Unternehmen und 29 Manager wegen illegaler Preis- und Angebotsabsprachen in der Branche schuldig bekannt und Strafen von insgesamt fast 2,5 Milliarden Dollar gezahlt.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke