„Gott sei Dank hat sich eine positive Wende aufgetan,“ sagt Geschäftsführer Hans Wimmer.

„Gott sei Dank hat sich eine positive Wende aufgetan,“ sagt Geschäftsführer Hans Wimmer.

Sabine Spinnarke

SALZBURG. „Der Krise konnte sich keiner entziehen. Letztes Jahr haben wir uns noch gefragt, wann gibt es wieder Licht?“, berichtet B&R Geschäftsführer Hans Wimmer Journalisten gegenüber anlässlich der B&R-Pressekonferenz. Die positive Wende kam überraschend stark, noch auf der diesjährigen Hannover Messe hieß es unter den Automatisierern man erwarte ein Umsatzplus von sieben bis neun Prozent. Bei B&R werden es in 2010 wohl eher 20 Prozent (im Vergleich zum Boomjahr 2008) und sogar 45 Prozent im Vergleich zum mageren Vorjahr sein. Und dies „zu Lasten unserer großen Mitbewerber“, vermutet Wimmer.

Krisenjahr 2008

In 2008 ist der Umsatz des Unternehmens von 300 Mio auf 245 Mio Euro geschrumpft. „Wir wollten 15 Prozent pro Jahr wachsen und können nun auf unseren Kurs zurückkehren“, beschreibt Wimmer den ehrgeizigen Pläne des Unternehmens.

Aufschwung

Verantwortlich für diesen Aufschwung zeichnet sicherlich zum großen Teil die weltweite Konjunkturentwicklung, aber auch die gelungene Ausrichtung des Unternehmens trägt ihren Anteil. Mit einem Ausbau seiner Softwarekompetenz trägt B&R einem allgemeinen Trend, Effizienz in Produktion und Kosten zunehmend mit Hilfe von Software-Intelligenz zu lösen, Rechnung. Ein weiterer strategischer Schachzug war es, das österreichische Unternehmen Mondial electronic nach deren Insolvenz in 2009 zu übernehmen. Das benachbart gelegene Unternehmen mit etwa 80 Mitarbeitern komplettiert mit seiner Produktpalette das Portfolio B&Rs in Richtung mobile Automation und erneuerbare Energien.

Globale Ausrichtung

Ein weiser Entschluss war desweiteren die globale Ausrichtung: „B&R hat sich sehr früh international mit hoher Kompetenz der lokalen Mitarbeiter aufgestellt“, sagt Peter Gucher, General Manager B&R International; entsprechend profitiert der österreichische Mittelständler von der Entwicklung in China, Indien, Brasilien und Korea. „B&R wächst in 2009/2010 in diesen Regionen mit über 100%“, so Gucher. B&R beschäftigt derzeit 2 300 Mitarbeiter in 162 Büros in 68 Ländern und bedient mit ihnen den Automatisierungsmarkt in Europa, USA und Asien.