Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Brasilien: Das Geschäft in Südamerika und hohe Risikoabschläge

Stahlwerk von Thyssen-Krupp in Brasilien: Das Geschäft in Südamerika und hohe Risikoabschläge beim geplanten Verkauf der Edelstahlsparte drücken die Zahlen von Thyssen-Krupp tief ins Minus (Bild: Thyssen-Krupp).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–Obwohl das DAX-Unternehmen mit einem Umsatzplus von 15% auf 42,6 Mrd Euro bis Ende September operativ zulegte, drückten die Abschreibungen von knapp 3 Mrd Euro den Industriekonzern in die roten Zahlen. ThyssenKrupp überraschte den Markt mit einem Fehlbetrag von knapp 1,8 Mrd Euro. Die Aktie gerät danach unter Druck, obwohl die Anteilseigner mit 0,45 Euro je Aktie eine stabile Dividende erhalten sollen.

Die ThyssenKrupp AG verwies auf die Kostenüberschreitungen und die verzögerte Inbetriebnahme des neuen Stahlwerks in Brasilien. Die Mehrkosten könnten kurzfristig nicht kompensiert werden, hieß es. Dazu trägt auch die erneute Schwäche der Absatzmärkte in Europa und den USA bei, wie der Konzern angab. Die zum Verkauf gestellte Edelstahlsparte wurde um 800 Mio Euro abgeschrieben. ThyssenKrupp begründete dies mit der niedrigen Bewertung des Bereichs durch Investoren, weil die Finanzkrise hohe Risikoabschläge verlange und das Marktsegment weiter von Überkapazitäten gekennzeichnet sei.