Brexit_Volkswagen

Für die Volkswagen AG - im Bild zu sehen die Golf-Produktion in Wolfsburg - ist Großbritannien der zweitgrößte Markt in Europa sowie wichtiger Produktions- und Investitionsstandort durch die britische Konzernmarke Bentley Motors im Nordwesten Englands. - Bild: Volkswagen

Sowohl der Volkswagen-Konzern als auch die BMW Group respektieren die Entscheidung der britischen Wähler, die EU zu verlassen. Das teilten Konzernsprecher der beiden Unternehmen mit.

"Wir werden nun eng mit unseren britischen Gesellschaften, an denen wir unverändert festhalten, zusammenarbeiten", berichtet ein Volkswagen-Sprecher. Es sei zu früh, alle Auswirkungen auf die Aktivitäten des Unternehmens zu bewerten. Vorort werde man mit der britischen Regierung sowie der Automobilindustrie zusammenarbeiten, um eine positive Zukunft für das Unternehmen sicherzustellen.

Auch bei BMW kann man die Folgen des Brexits noch nicht beurteilen: "Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind heute noch nicht absehbar", sagt ein Unternehmenssprecher. Klar sei, dass nun eine Phase der Unsicherheit beginnt. BMW erwarte jedoch zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf seine Aktivitäten in Großbritannien.

Die Bedingungen für den Personen- und Warenverkehr zwischen Großbritannien und den EU-Mitgliedern müssen nun laut BMW neu verhandelt werden. Bevor die neuen Rahmenbedingungen nicht im Detail definiert sind, könne man sich zu konkreten Auswirkungen auf BMW-Aktivitäten in Großbritannien nicht äußern. "Wir werden deshalb weder über den Ausgang der Verhandlungen noch über mögliche Auswirkungen auf unsere Produktionsstandorte in Großbritannien spekulieren", so die Aussage des Konzernsprechers.

VW: Wir können uns anpassen

Beim Volkswagen-Konzern heißt es zudem, dass man als globales Unternehmen in vielen unterschiedlichen internationalen Märkten agiert: "Wir sind demnach gut aufgestellt, um uns an sich verändernde wirtschaftliche und politische Umstände anzupassen. Großbritannien ist ein bedeutender Markt für die Volkswagen AG, der zweitgrößte in Europa sowie wichtiger Produktions- und Investitionsstandort durch die britische Konzernmarke Bentley Motors im Nordwesten Englands."

"Das ist kein guter Tag für Europa – und aus unserer Sicht erst recht nicht für Großbritannien", äußerte sich ein Daimler-Sprecher. Umso mehr komme es jetzt darauf an, dass sich Europa nicht weiter auseinanderdividieren lasse. "Was Daimler betrifft, erwarten wir keine unmittelbaren Auswirkungen", sagte der Unternehmenssprecher.