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Das Brexit-Votum in Großbritannien verzögert laut Thyysenkrupp die Fusionsgespräche mit Tata. - Bild: Thyssenkrupp

Für die Gespräche sei der Entschluss der Briten, aus der EU auszusteigen, aber "ein neutraler Faktor". Es gebe keinen neuen Stand, sagte Thyssenkrupp-Finanzchef Guido Kerkhoff über die Verhandlungen.

Ob Thyssenkrupp im Falle einer Einigung mit Tata Werke schließen werde, ließ der Finanzchef offen. "Es gibt keine Beschlüsse, dass wir etwas schließen", sagte Kerkhoff. "Aber wir müssen uns weiter dem Wettbewerb stellen."

Thyssenkrupp hatte im Juli bestätigt, Gespräche mit Tata Steel über einen Stahlzusammenschluss in Europa zu führen. Tata hat außer einem modernen Werk im niederländischen Ijmuiden auch Anlagen in Großbritannien, die als nicht wettbewerbsfähig gelten.

In den vergangenen fünf Jahren musste Tata in Großbritannien mehr als 2 Milliarden britische Pfund abschreiben. Einige Analysten gehen davon aus, dass ein Joint Venture inklusive der britischen Werke für Thyssenkrupp nur interessant sei, wenn die britische Regierung das Vorhaben finanziell unterstützt.

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Thyssenkrupp-Finanzchef Guido Kerkhoff. - Bild: Thyssenkrupp

Der Stahlbranche in Europa bereiten Überkapazitäten sowie Billig-Importe aus China und Russland Probleme. Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger spricht sich deshalb schon länger für eine Konsolidierung aus. Zwar ist die europäische Stahlsparte von Thyssenkrupp noch profitabel, Grund dafür ist aber vor allem ein hartes Sparprogramm in den vergangenen Jahren.

Die Thyssenkrupp-Belegschaft hat bereits ihren Widerstand gegen einen Zusammenschluss angekündigt. "Wir als Arbeitnehmervertreter lehnen eine solche Fusion ab", sagte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath im Juli. Die IG Metall hat für den 31. August zu einem Aktionstag vor der Hauptverwaltung von Thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg aufgerufen.

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