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Wie der britischen Statistikbehörde ONS berichtete, legten die Investitionen zwischen Juli und September trotz Brexit-Beschluss um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 44,2 Milliarden Pfund zu. - Bild: Pixabay

Das deutet darauf hin, dass die Unsicherheit über die künftige Beziehung mit Europa vorerst nicht die Investitionsfreudigkeit belastet.

Wie die Statistikbehörde ONS berichtete, legten die Investitionen zwischen Juli und September um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 44,2 Milliarden Pfund zu. Hinter dem Anstieg standen Ausgaben für Gebäude, Maschinen und Ausrüstungen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Investitionen allerdings um 1,6 Prozent niedriger.

Die Daten sind die ersten offiziellen Daten über die Auswirkungen des Brexit-Beschlusses auf die Investitionspläne der britischen Firmen. Kurz nach dem Referendum war die Angst groß, dass die Unternehmen ihre Investitionen kürzen oder ihre Geschäfte auf den Kontinent verlagern könnten, falls Großbritannien kein günstiges Abkommen mit der EU schließen kann.

"Die Unternehmensinvestitionen haben sich unmittelbar nach dem EU-Referendum gut gehalten, obwohl es wahrscheinlich ist, dass die meisten Entscheidungen einige Zeit vor dem Urnengang getroffen wurden", sagte Darren Morgan, Leiter der BIP-Berechnung.

Die Statistikbehörde bestätigte zugleich die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal. Danach wuchs das BIP um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im Jahresvergleich lag es um 2,3 Prozent höher.