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EEG-Novelle: Die Förderung von Solarfeldern, Windrädern und Biomasseanlagen sollen von staatlich festgesetzten Preisen auf ein Marktmodell umgestellt werden. - Bild: Nordex

Das Kabinett stimmte am Morgen der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zu, wie laut der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires aus Regierungskreisen verlautbarte. Damit wird die Förderung von Solarfeldern, Windrädern und Biomasseanlagen von staatlich festgesetzten Preisen auf ein Marktmodell umgestellt.

Ab 2017 werden die Subventionen in Auktionen ermittelt. Der Anbieter mit dem günstigsten Angebot erhält den Zuschlag. Wie bisher fließt dann die Förderung für den Zeitraum von 20 Jahren.

Außerdem hat die Regierung neue Ausbaupfade für die verschiedenen erneuerbaren Energien festgelegt. Die Windkraft am Land wird dabei deutlich gebremst. Zwischen 2017 bis 2019 sollen jährlich nur 2.800 Megawatt (MW) brutto zugebaut werden. Das schließt die Ertüchtigung und Verstärkung alter Windräder ein. Pro Jahr dürften damit nur noch rund 1.00 Windräder neu aufgestellt werden. Das ist deutlich weniger als in den vergangenen Jahren.

Keine Federn lassen muss hingegen die Windenergie auf See. Die Parks in Ost- und Nordsee sollen wir geplant erweitert werden und im Jahr 2020 eine Leistung von 6,5 Gigawatt erreichen.

Die Sonnenenergie wird etwas besser gestellt. Es werden 600 MW pro Jahr ausgeschrieben. Vorher waren es nur 400 MW. Für die teuerste Variante unter den neuen Energieträgern, die Biomasse, konnte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Interesse der Landwirte einen Zuschlag herausholen. In den drei Jahren zwischen 2017 und 2019 sollen pro Jahr 150 Megawatt brutto an Leistung hinzukommen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), in dessen Verantwortung die Energiewende fällt, wollte bei 100 MW die Grenze ziehen.