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Die Bundesregierung hat in Reaktion auf jüngste Berichte über VW-Pläne für eine Geheimhaltung der Abgasaffäre ausdrücklich den Aufklärungswillen des Autokonzerns unterstrichen. - Bild: VW

"Wir kommentieren das nicht weiter, sind aber zuversichtlich, dass die Aufklärungsarbeit, die durch VW zu leisten ist, lückenlos vonstatten geht", sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Tanja Alemany. "Wir vertrauen dem Konzern." Bei der Aufklärung "arbeitet der VW-Konzern konstruktiv mit unserer Untersuchungskommission zusammen", versicherte bei derselben Pressekonferenz auch ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR hatten berichtet, der damalige VW-Chef Martin Winterkorn und seine Kollegen seien kurz vor der Enthüllung der illegalen Praktiken durch die US-Umweltbehörde EPA über die Verstöße im Bilde gewesen, hätten aber darauf gesetzt, den Skandal geheim halten zu können.

"Das ist erstens Sache der Innenrevision bei VW, zweitens Angelegenheit der Justiz", sagte Verkehrsministeriumssprecher Ingo Strater. Es gehe laut Presseberichten um eine Klageerwiderung. Die Medien hatten sich in ihren Berichten auf eine Stellungnahme von VW für das Landgericht Braunschweig berufen.

VW hat trotz des Abgasskandals im Februar laut Kraftfahrtbundesamt um 4,3 Prozent höhere Zulassungszahlen und mit 20,9 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen insgesamt verbucht. Auch im gesamten Bestand der in Deutschland zugelassenen Pkw blieb der Wolfsburger Konzern nach Angaben der Behörde vom Montag am Jahresbeginn 2016 mit 21,6 Prozent Marktführer.