Konjunktur

Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands steigt - sagt die Bundesregierung. - Bild: Pixabay

Die deutsche Konjunktur befinde sich "in einem dynamischen Aufschwung". Im dritten Quartal sei das BIP stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent gestiegen, und die Konjunktur sei bereits im ersten Halbjahr kräftiger gewesen als bisher statistisch ausgewiesen. Insbesondere der positive Außenbeitrag in Höhe von 0,4 Prozentpunkten habe in dem Quartal Impulse geliefert, weil die Exporte stärker expandiert hätten als die Importe.

Insgesamt dürfte sich nun "die gute wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende fortsetzen", folgerten die Experten von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Der Anstieg der Industrieproduktion könnte zwar im vierten Quartal geringer ausfallen. "Die konjunkturelle Grundtendenz bleibt aber kräftig", betonte das Wirtschaftsministerium. Hierauf wiesen auch die Stimmungsindikatoren hin.

Strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt

Die Auftragseingänge und die Stimmungsindikatoren sendeten "positive Signale für die Industrie", konstatierte das Ministerium. Nach schwächeren Ergebnissen im September und Oktober dürfte sich die Industrieproduktion nun "lebhaft fortsetzen". Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel seien positiv, und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei in breiten Teilen der Wirtschaft weiterhin sehr hoch.

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung verringerten sich in der Tendenz. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit könnte jedoch nach Einschätzung der Regierung etwas schleppender verlaufen als zuletzt, weil Personen mit Migrationshintergrund nach dem Abschluss von Integrations- und Sprachkursen nicht sofort auf dem Arbeitsmarkt Erfolg hätten.

Zudem blieben am Arbeitsmarkt strukturelle Herausforderungen bestehen, räumten die Fachleute aus dem Wirtschaftsministerium ein. Dazu zählten sie einen nach wie vor hohen Stand atypischer und in der Regel niedrig entlohnter Beschäftigung, die Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und eine höhere Arbeitslosigkeit in strukturschwachen Gebieten.