Thyssenkrupp

Die Bundesregierung besteht auf eine Einbeziehung der Arbeitnehmer bei der Fusion des Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp mit den europäischen Aktivitäten des Tata-Konzerns. - Bild: Thyssenkrupp

"Das ist eine Entscheidung von großer Tragweite, die immer auch die Akzeptanz der Arbeitnehmerseite benötigt", sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bei einer Pressekonferenz. Nach Aussage von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) müsse bei derart strategischen Unternehmensentscheidungen "immer ein Konsens" mit den Arbeitnehmern hergestellt werden. "Das ist ein Appell, sich noch einmal sehr eng mit der Arbeitnehmerseite abzustimmen."

Schwerpunkt: Integration der Arbeitnehmervertretung

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums betonte bei derselben Veranstaltung, aus Sicht von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) liege der Schwerpunkt "ganz klar darauf, dass die Arbeitnehmervertreter umfassend einbezogen werden". Sie fügte hinzu: "Das ist wichtig aus unserer Sicht."

Vorstandschef Heinrich Hiesinger hatte den geplanten Wegfall von 2.000 Stellen bei Thyssenkrupp am Morgen als beste Lösung zur Sicherung der übrigen Arbeitsplätze verteidigt. "Alle diese Maßnahmen, die wir jetzt planen, wären auch gekommen in noch viel größerem Umfang, wenn wir alleine weitergegangen wären", hatte Hiesinger im ARD-"Morgenmagazin" gesagt. "Wir machen das, um Zehntausende von Arbeitsplätzen zukünftig zu sichern." Er war überzeugt, in den kommenden Monaten eine gemeinsame Basis mit den Gewerkschaften zu finden.