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Der Verkauf ist einer der größten in der deutschen Rüstungsbranche seit vielen Jahren und betrifft etwa hochsensible Funktechnik. - Bild: Airbus

Die Staatssekretäre von Verteidigungs- und Wirtschaftsministerium hätten schon vor dem Geschäftsabschluss mit Kohlberg Kravis Roberts (KKR) einen Vertrag ausgehandelt, der genau definierte Bedingungen für den 1,1-Milliarden-Euro-Deal enthält, schreibt Der Spiegel unter Berufung auf Kreise.

Ein Sprecher der Bundesverteidigungsministeriums sagte dazu auf Nachfrage, "die Bundesregierung ist in die Verkaufsverhandlungen mit eingebunden und die berechtigten Sicherheitsinteressen der Bundesregierung werden in Vollem Umfang gewahrt."

Es solle ein Sicherheitsabkommen geschaffen werden, das dem Bund Informations- und Mitwirkungsrechte zusichert, um dessen Sicherheitsinteressen auch zukünftig wahren zu können. "Das enthält auch Regelungen zum Bestand der betroffenen Schlüsseltechnologien", sagte er weiter.

Der Verkauf ist einer der größten in der deutschen Rüstungsbranche seit vielen Jahren und betrifft etwa hochsensible Funktechnik. Laut dem Magazinbericht verpflichtet sich KKR, bis 2019 keine Arbeitsplätze an den deutschen Standorten wie Ulm und Friedrichshafen abzubauen. Zudem dürften die Betriebe mehrere Jahre lang nicht weiterverkauft werden. Auch für einen möglichen Börsengang würden Bestimmungen greifen, die einen Verlust von rüstungstechnischem Know-how verhinderten. KKR sichere zudem zu, weiter in Forschung und Entwicklung zu investieren. Die Bundesregierung bleibe weiterhin in den Gremien des Unternehmens vertreten, so stehe es in der 60 Seiten langen Vereinbarung.

Airbus hatte den Verkauf am 18. März mitgeteilt. Der europäische Konzern konzentriert sich immer stärker auf sein Luftfahrtgeschäft, vor allem mit Verkehrsflugzeugen, das den Löwenanteil zum Gewinn liefert.